Franz Kreissl, Leiter Pastoralamt des Bistums St. Gallen.
Schweiz

St. Galler Bischofswahl: Franz Kreissl wundert sich über Roms Langsamkeit

Um die St. Galler Bischofswahl ist es still geworden. Seit November liegt die vom Domkapitel erstellte Sechserliste in Rom, wo die Kandidaten geprüft werden. Das dauert offenbar länger als Franz Kreissl, Leiter des Pastoralamtes im Bistum St. Gallen, erwartet hat.

Barbara Ludwig

Erst wenn das päpstliche Informativverfahren über die sechs vom Domkapitel nominierten Kandidaten abgeschlossen ist, kann dieses den Wahltermin für die Nachfolge von Markus Büchel festsetzen. Der amtierende Bischof hat dem Papst per 9. August, seinem 75. Geburtstag, den Rücktritt angeboten.

Die Prüfung der Kandidaten durch Rom ist noch nicht abgeschlossen, obschon das Domkapitel die Sechserliste bereits am 30. Oktober an den Nuntius schickte. Vier Monate seien nicht lange, sagt dazu Franz Kreissl im Interview mit dem «St. Galler Tagblatt» vom Montag. Trotzdem hat der Leiter des Pastoralamtes der Diözese offenbar einen schnelleren Fortgang des Prozederes erwartet.

«Keiner der potentiellen Kandidaten hat kritische theologische Bücher geschrieben.»

«Ich hatte eine gewisse Hoffnung, dass es schneller geht, da keiner der potentiellen Kandidaten kritische theologische Bücher geschrieben hat», erklärt Kreissl im Interview. «Weshalb es länger dauert, entzieht sich unserer Kenntnis. Die Liste kann morgen eintreffen, es kann aber auch Mitte März werden.» Wer die Kandidaten auf der Liste sind, weiss offiziell nur das Domkapitel.

Dieses aus 13 Domherren bestehende Gremium wählt in St. Gallen den Bischof. Das Recht der freien Bischofswahl ist jedoch eingeschränkt. Das Domkapitel muss die Sechserliste vor dem eigentlichen Wahlakt Rom vorlegen. Gewählt werden können schliesslich nur Kandidaten, die vom Papst anerkannt werden. (korr.,16.55 Uhr, bal)

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Franz Kreissl, Leiter Pastoralamt des Bistums St. Gallen. | © Regina Kühne
3. März 2025 | 15:00
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