Türme der Kathedrale St. Gallen
Schweiz

St. Galler Bischofswahl: Was passiert, wenn der Papst stirbt?

Der neue St. Galler Bischof wird vom Domkapitel gewählt und dann vom Papst ernannt, der zurzeit mit gesundheitlichen Problemen kämpft. Was würde passieren, wenn der Wahltermin steht und Papst Franziskus stürbe, noch bevor die Domherren sich zur Wahl treffen?

Barbara Ludwig

Seit Monaten laufen die Vorbereitungen zur Wahl des neuen St. Galler Bischofs. Im August hat Bischof Markus Büchel dem Papst seinen Rücktritt angeboten, er ist jedoch noch immer im Amt.

Die Wahl obliegt im Bistum St. Gallen dem 13-köpfigen Domkapitel. Im Anschluss an die Wahl muss der frisch Gekürte vom Papst ernannt werden. Sobald die vom Domkapitel erstellte Sechserliste für die Nachfolge in Rom geprüft und an das Wahlgremium zurückgeschickt worden ist, kann der Wahltermin bestimmt werden.

St. Gallens Bischof Markus Büchel
St. Gallens Bischof Markus Büchel

Aktuell steht dieser noch nicht fest – während alle Welt weiss, dass Papst Franziskus mit gesundheitlichen Problemen kämpft. Seit zwei Wochen wird das Kirchenoberhaupt aufgrund einer komplexen Infektion an Atemwegen und Lunge in der römischen Gemelli-Klinik behandelt.

Offene Fragen

Was geschähe, wenn der Wahltermin steht und Papst Franziskus stürbe, noch bevor die Domherren zusammenkommen? Würde das Domkapitel die Wahl trotzdem durchführen, obschon der Gewählte nicht unmittelbar danach vom Papst ernannt werden könnte?

«Die Wahl würde dann trotzdem regulär durchgeführt», sagt Isabella Awad, Kommunikationsbeauftragte des Bistums, auf Anfrage von kath.ch. Was danach passieren würde, ist indes unklar, etwa wann der neu Gewählte zum Bischof geweiht würde und sein Amt antreten könnte.

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Türme der Kathedrale St. Gallen | © Roger Fuchs
28. Februar 2025 | 14:00
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