Hostien | © pixabay.com CC0
Schweiz
Hostien | © pixabay.com CC0

SRF bezeichnete eine geweihte Hostie als «Snack»

Zürich, 6.8.17 (kath.ch) In einer Sendung von Schweizer Fernsehen SRF kam es am 31. Juli zu einem Fauxpas: Die Moderation bezeichnete eine geweihte Hostie als «Snack». Aufgrund von Schreiben empörter Katholiken entfernte SRF die Sequenz umgehend aus der Sendung und entschuldigte sich.

Im Rahmen der Sendung «Leben im Schatten der Burg» von Schweizer Fernsehen SRF kam es zu einer Szene, die katholische Gemüter erregt hat. Die Familie Dietschi, die wie Bauern vor 500 Jahren lebte, besuchte eine Messe. Dabei wurde gezeigt, wie ein junges Mädchen die Hostie entgegennahm, obwohl sie die Erste Kommunion noch nicht empfangen hatte. Sie hat die Hostie in die Tasche genommen und sie danach ihren Geschwistern zu essen gegeben. Die moderierende Stimme im Off kommentierte dies mit den Worten: «Die Hostie wird zum Snack», wie die «NZZ am Sonntag» (6.8.) berichtet.

Die Passage hat einige katholische Zuschauer empört und sie dazu veranlasst, dem Schweizer Fernsehen zu schreiben. Die Szene habe sie betroffen gemacht, heisst es in einem Mail, das auch kath.ch vorliegt. «Was ich mir wünsche, ist die entsprechende Sorgfalt, die alle Glaubensrichtungen von den Medien zu gut haben sollten.»

Fehler rasch korrigiert

Auch im Bistum Basel, in dessen Gebiet die Sendung aufgenommen wurde, sind solche Schreiben eingegangen, wie Bistumssprecher Hansruedi Huber gegenüber kath.ch bestätigte. «Ich habe daraufhin beim Schweizer Fernsehen angerufen, aber sie hatten den Fehler bereits korrigiert.»

Tatsächlich hat SRF die Sequenz, die nicht inszeniert war, umgehend aus der Sendung enfernt, die online nachzusehen ist. Ausserdem wurde eine Korrekturmeldung (2. August) publiziert: «Es lag uns fern mit dieser Szene, welche sich ohne unser Zutun ereignet hat, die religiösen Gefühle der Zuschauer zu verletzen.» Man sei sich der Sensibilität des Themas zu wenig bewusst gewesen. «Wir entschuldigen uns deshalb bei allen, deren religiöse Gefühle wir verletzt haben.»

Für das Bistum ist es nicht so schlimm, dass das Mädchen die Hostie einfach entgegengenommen hat. So etwas komme immer wieder vor, sagt Huber. Störender sei der Kommentar der Moderation gewesen. Entscheidend aber findet Huber, dass das Fernsehen den Fehler unmittelbar korrigiert hat. (sys/ aktualisiert: 7.8.)

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