Das Grabtuch von Turin im Turiner Dom | © KNA
Vatikan
Das Grabtuch von Turin im Turiner Dom | © KNA

Sonderausstellung des Turiner Grabtuchs für Jugendliche

Rom/Turin, 10.8.18 (kath.ch) Das Turiner Grabtuch wird an diesem Freitagabend bei einer ausserordentlichen Ausstellung im Dom der norditalienischen Stadt gezeigt. Zur Verehrung des Tuchs werden 2500 Jugendliche erwartet, sagte Turins Erzbischof Cesare Nosiglia der italienischen Tageszeitung «Repubblica» (Onlineregionalausgabe).

Das Grabtuch von Turin wird von Gläubigen als das Leinentuch verehrt, in dem Jesus von Nazareth nach der Kreuzigung beigesetzt wurde. Es wird nur selten und in unregelmässigen Abständen öffentlich gezeigt; zuletzt 2015. Damals sollen zwei Millionen Menschen gekommen sein.

Echtheit wissenschaftlich umstritten

An diesem Freitag ist die Verehrung exklusiv jungen Gläubigen vorbehalten. Hintergrund ist die Vorbereitung auf die Bischofssynode zur Jugend im Vatikan diesen Herbst. Laut Erzbischof Nosiglia dürfen die Besucher dabei erstmals besonders nahe an das durch Glas geschützte Grabtuch herantreten.

Die Echtheit des Leinentuchs ist wissenschaftlich umstritten. Zu den jüngsten Diskussionen sagte Nosiglia, die Kirche sei nicht gegen Echtheitsforschungen, Wissenschaft müsse aber «ehrlich und ohne Vorurteile» betrieben werden. Er bezeichnete das Grabtuch als «Abbild des Evangeliums». Das Leinentuch mit den Abdrücken Jesu zu sehen, erinnere an dessen Leiden und Liebe für die Menschen und sei «ein tiefes Glaubensgeheimnis, das einen überwältigt, zugleich aber auch voll Hoffnung ist». (cic)


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