So verbringen Bischöfe ihre Ferien
Auch Bischöfe machen und brauchen Urlaub. Wie erholen sich Oberhirten der Kirche? Drei Schweizer Bischöfe gewähren Einblicke in private Welten der Ruhe, Erholung und Kontemplation. Wobei einige ziemlich sportlich unterwegs sind.
Wolfgang Holz
Seit Anfang Juli ist er der neue Bischof des Bistums St. Gallen und Nachfolger von Bischof Markus Büchel: Der 54-jährige Beat Grögli. Der gebürtige Wiler ist heimatverbunden und hält sich gerne draussen in der Natur auf. Das macht er auch in den Ferien.
Bischof erholt sich am und im Bodensee
Und nicht nur das. Der ehemalige Dompfarrer und jüngstes Mitglied der Schweizer Bischofskonferenz ist dabei auch stets sehr sportlich unterwegs.
«Bischof Beat erholt sich im Juli am Bodensee», verrät die Kommunikationsverantwortliche des Bistums, Isabella Awad, gegenüber kath.ch. «Sein Element ist das Wasser; im Sommer geniesst er den See auf dem Stand-Up-Paddle oder beim Schwimmen. Mit dem E-Bike entdeckt er auch die kulturellen und landschaftlichen Schätze der Bodensee-Region.» Auch das Segeln zählt zu seinen Hobbys. Im Winter fährt er gerne Ski.
Jugendliche auf Hütte am Säntis besucht
«An seinem ersten Ferientag besuchte Bischof Beat Grögli übrigens Jugendliche, die ein Wochenende lang in der Chammhaldenhütte am Fusse des Säntis wirteten, auf rund 1400 Meter Höhe. Das ist ein Projekt der kirchlichen Jugendarbeit», ergänzt Isabella Awad.
Der Churer Bischof Joseph Maria Bonnemain macht erst später Ferien. Er ist diesen Sommer vom 25. August bis am 12. September abwesend. Zuvor feiert er noch seinen 77. Geburtstag. Der 1948 in Barcelona geborene Seelsorger, Kirchenrechtler und Doktor der Medizin gilt als topfit und als leidenschaftlicher Kraftsportler. Wie er in einem Fernsehinterview einmal verraten hat, Iiebt er das Meer, die Wärme und das mediterrane Ambiente.
«Immer gerne auf Sizilien»
«Bischof Bonnemain reist immer gerne nach Sizilien an den gleichen Ort, wo er viel Schwimmen geht, oft Kilometer lange Strecken – er ist ein passionierter Schwimmer und Schnorchler», sagt Kommunikationsverantwortliche Nicole Büchel gegenüber kath.ch. Zudem geniesse Bischof Bonnemain die mediterrane Küche mit Meeresfrüchten und reifem Gemüse sowie Früchten und auch sizilianischen Glacés.
«Er verwöhnt uns immer, wenn er aus den Ferien zurückkehrt und uns Bistumsmitarbeitenden beispielsweise Pasta di Mandorle, ein typisch sizialianisches Gebäck, mitbringt», so die Kommunikationsverantwortliche.
«Seine Seele lebt nicht mehr in Barcelona.»
In seine spanische Heimat Barcelona zieht es den Katalanisch, Spanisch, Französisch, Deutsch und Italienisch sprechenden Churer Bischof in den Ferien nicht mehr so sehr. «Bischof Bonnemain war das letzte Mal in Barcelona, als er vor zwei Jahren das Grab seiner verstorbenen Mutter auflöste. Seine Seele lebt nicht mehr in Barcelona», so Büchel. Er fühle sich aufgrund seines jurassischen Vaters durch und durch als Schweizer.
Auf einem kürzlich veröffentlichten Instagram-Post von Joseph Maria Bonnemain zu Firmungen im Muotathal ist übrigens eine Videosequenz von einem Wasserfall zu sehen: Dem Churer Bischof gefallen also auch sichtlich schweizerische, alpine Welten sehr gut.
In Lourdes und im Hospiz
Vom Sittener Bischof Jean-Marie-Lovey ist zu erfahren, dass er in den Ferien auch sakral-seelsorgerlich unterwegs ist. «Bischof Jean-Marie Lovey weilte mit Pilgern der Westschweiz als Prediger in Lourdes. Und jetzt hält er sich für einige Zeit im Hospiz auf dem Grossen Sankt Bernhard auf», lässt Paul Martone, Medienverantwortlicher des Bistums Sitten, gegenüber kath.ch wissen.
Hier geht es zur › Bestellung einzelner Beiträge von kath.ch.




