Schweiz

SEK-Ratspräsident Locher: «Der Islam kennt keine Gleichberechtigung von Mann und Frau»

Bern, 1.4.15 (kath.ch) Gottfried Locher, der oberste Reformierte in der Schweiz, warnt vor dem Islam. Mit dieser Religion «kommt ein Wertesystem in die Schweiz, das teilweise anders ist als das christliche», sagte Locher gegenüber der «Schweizer Illustrierten» (SI, 30. März). Auch muslimische Mädchen müssten den Schwimmunterricht besuchen, findet der Ratspräsident des Schweizerischen Evangelischen Kirchenbundes (SEK).

Der Islam kennt nach Ansicht des SEK-Ratspräsidenten «keine Gleichberechtigung von Mann und Frau». Und der Theologe Gottfried Locher ergänzt im SI-Beitrag: «Dagegen wehre ich mich. Schon meinen beiden Töchtern zuliebe.» Die Diskussion um den Schwimmunterricht für muslimische Mädchen bezeichnete Locher als einen «echten Testfall». Die Religion habe im Schwimmunterricht nichts verloren. Alle müssten ihn besuchen. Eine «Schattengesellschaft, in welcher unsere Grundwerte nicht gelten sollen», lehnt er ab.

Christen sollen für christliche Werte einstehen

Christen sollten sich stärker bewusst werden, wie «wertvoll» christliche Werte seien, sagte Locher weiter gegenüber der People- und Familienzeitschrift. Sie müssten öffentlich dafür einstehen. Die Muslime, die er kenne, schätzen es, wenn sie Christen begegneten, die ihren Glauben bezeugen.

Auf die Frage, ob der Islam in der Schweiz öffentlich-rechtlich anerkannt werden soll, sagte Locher: «Voraussetzung ist für jede Glaubensgemeinschaft, dass sie das Vertrauen der Schweizerinnen und Schweizer geniesst.» Beim Islam nehme er dieses Vertrauen «noch nicht genügend» wahr. (bal)

Gottfried Locher | © Maurice Page
1. April 2015 | 14:17
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