Der Kommandant der Schweizergarde, Oberst Christoph Graf, hinter ihm  Gardekaplan Pater Kolumban Reichlin.
Schweiz

Schweizergarde: Pläne für neue Kaserne kurz vor Fertigstellung

«Das Projekt für die neue Kaserne nähert sich nun seiner endgültigen Fassung, ebenso wie die Planung der Sanierungsarbeiten am Passetto», verkündet das Mitte November 2025 erscheinende Bulletin «La chronique de la caserne» der Stiftung für den Wiederaufbau der Kaserne der Schweizergarde.

Bernard Hallet (cath.ch)/woz

Der Tod von Papst Franziskus am 21. April dieses Jahres, gefolgt vom Konklave und der Wahl von Papst Leo XIV. am 8. Mai, haben den Fortschritt des Projekts für die neue Kaserne der Schweizergarde verlangsamt. Dennoch wurde die Arbeit der Architekten nicht unterbrochen. «Das Projekt für die neue Kaserne steht nun kurz vor der Fertigstellung», heisst es in «La chronique de la caserne».

Fassade wird restauriert

Die derzeitige Fassade mit Blick auf Italien wird restauriert und erhält ihre ursprüngliche Farbe zurück. Eine geeignete Belüftung ist vorgesehen, um die Installation einer Klimaanlage zu vermeiden.

Die Pläne für die Innenfassade der Kaserne sind fertiggestellt. Ein Attika überragt das Gebäude.
Die Pläne für die Innenfassade der Kaserne sind fertiggestellt. Ein Attika überragt das Gebäude.

Der Brunnen wurde an das andere Ende der Kaserne verlegt, an die er nun angrenzt. Er befindet sich neben dem Passetto, der von den Gebäuden der Garde befreit wurde.

Römerstrasse wiederhergestellt

Der Ehrenhof ist offen, wodurch die Römerstrasse wiederhergestellt und die heutige Via del Pellegrino verlängert wird.

Die neue Anordnung im Vatikan rund um die neue Schweizergardekaserne (gelb).
Die neue Anordnung im Vatikan rund um die neue Schweizergardekaserne (gelb).

Pilger aus dem Norden gelangten durch die Porta Sancti Petri zum Petersplatz. Das Projekt, betont die Stiftung, hat eine historische Strasse wiederhergestellt, die zu Beginn des 20. Jahrhunderts stillgelegt worden war.

Das Dossier wird der UNESCO zur endgültigen Genehmigung und zur Aufstellung eines neuen Budgets vorgelegt. Die Stiftung warnt vor zu erwartenden Mehrkosten. Die Baupreise sind in Rom um 35 Prozent gestiegen, ein Trend, der während der Bauzeit voraussichtlich anhalten wird.

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Diese Mehrkosten sind auch auf die Verbesserung des Entfeuchtungs- und Belüftungssystems, die Sanierung der Kanalisation und die Konsolidierung des Fundaments der Gebäude zurückzuführen.


Der Kommandant der Schweizergarde, Oberst Christoph Graf, hinter ihm Gardekaplan Pater Kolumban Reichlin. | © Oliver Sittel
29. November 2025 | 12:00
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