Schweizer Bischöfe: der Einsiedler Abt Urban Federer (l.), der Basler Bischof Felix Gmür und der St. Galler Bischof Markus Büchel
Schweiz

Schweizer Bischöfe: Ametis Schiessaktion ist inakzeptabel

Die Schweizer Bischöfe verurteilen die Schiessaktion der Politikerin Sanija Ameti, bei der sie auf ein Bild von Maria mit Jesuskind zielte. Das verletze das religiöse Empfinden vieler Katholikinnen und Katholiken – auch ihr eigenes.

Sanija Ameti hatte die Aktion auf Instagram gepostet – und damit einen Shitstorm ausgelöst. Später löschte sie den Post wieder und entschuldigte sich, was die Wogen allerdings nicht wirklich glättete.

Nun äussern sich auch die Schweizer Bischöfe zum Vorgefallenen. Sie halten aktuell in St. Gallen ihre Vollversammlung ab – und konnten sich dadurch rasch absprechen.

Gewalt und Respektlosigkeit

«Die Mitglieder der Schweizer Bischofskonferenz verurteilen dieses inakzeptable Verhalten», schreiben sie. «Selbst wenn man von der religiösen Darstellung der Muttergottes – die dieses Bild sehr deutlich zeigt – absieht, zeugt die Verwendung dieses Bildes von Gewalt und Respektlosigkeit gegenüber der menschlichen Person.»

Die Schweizer Bischöfe fühlten sich in ihrem religiösen Empfinden verletzt, wie viele Katholikinnen und Katholiken. Sie seien «dankbar für das Schreiben von Sanija Ameti an den Bischof von Chur, in dem sie die katholische Gemeinschaft um Vergebung bittet», heisst es weiter. «Trotzdem sind die Bischöfe gehalten, ihre tiefe Missbilligung öffentlich zum Ausdruck zu bringen.»

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Respekt vor der menschlichen Person und ihrer religiösen Überzeugungen seien bedeutend in der Gesellschaft. Dazu sollten Bildung und Erziehung aktiv beitragen, fordern die Bischöfe. (rp)


Schweizer Bischöfe: der Einsiedler Abt Urban Federer (l.), der Basler Bischof Felix Gmür und der St. Galler Bischof Markus Büchel | © KEYSTONE/Gian Ehrenzeller
10. September 2024 | 09:00
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