Eyarin Johnson ist eine katholische Tamilin und Schweizerin
Schweiz

Religion gibt Migranten Halt: «Es ist schön, in seinem Glauben nicht allein zu sein»

Rund 40 Prozent der 2,8 Millionen Katholikinnen und Katholiken in der Schweiz haben einen Migrationshintergrund. Hinter dieser Zahl stehen persönliche Lebensgeschichten, geprägt von Herausforderungen, Hoffnungen und der Suche nach Heimat, wie in einem Video der Schweizer Bischofskonferenz eindrucksvoll zu sehen ist.

Wolfgang Holz

Der Glaube als gemeinsames Zuhause: eine Geschichte von Migration und Integration. In einer Folge der Sendung «Lumen» der Schweizer Bischofskonferenz zur Migrationspastoral gewährt die tamilischstämmige Familie Johnson Einblick in ihren Alltag.

Rückbindung zum Herkunftsland

Sie zeigt, wie der katholische Glaube die Verbindung zum Herkunftsland bewahrt und zugleich Orientierung und Halt bei der Integration in der Schweiz bietet. Die tamilische Mission in der Schweiz umfasst zwischen 10’000 und 12’000 Katholikinnen und Katholiken, die an 19 Orten in der Schweiz Gottesdienste feiern.

«Man befindet sich zwischen zwei Welten, und es ist schön, in seinem Glauben nicht allein zu sein.»

«Man fühlt sich nirgendwo wirklich zu Hause. In Sri Lanka werde ich immer noch als Ausländerin betrachtet. Hier werde ich als Ausländerin abgestempelt. Dabei habe ich den Schweizer Pass. Ich lebe hier», erzählt Eyarin, eine der beiden in der Schweiz geborenen Töchter der Familie. «Man befindet sich zwischen zwei Welten, und es ist schön, in seinem Glauben nicht allein zu sein.»

Auch Isabel Vasquez, Landesdirektorin von «Migratio», betont die Bedeutung des Glaubens für Menschen mit Migrationserfahrung und die Rolle der katholischen Missionen. «Migratio» ist die Dienststelle der Bischofskonferenz für die Migrationspastoral. Die Beziehung zu Gott und zum Glauben sei eine wichtige Ressource, um die Herausforderungen der Migration zu bewältigen.

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«Zugleich schaffen Missionen und Pfarreien Verbindungen, die Integration ermöglichen», so Vasquez. Für die Aufnahmegesellschaft bedeute dies auch, andere Traditionen anzuerkennen und die Vielfalt zu schätzen. «Im Mittelpunkt stehen letztlich nicht Herkunft oder Unterschiede, sondern das Verbindende: die gemeinsame Identität als Getaufte und als Jüngerinnen und Jünger Jesu.»


Eyarin Johnson ist eine katholische Tamilin und Schweizerin | © Screenshot Lumen
21. Oktober 2026 | 15:00
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