Erzbischof Georg Gänswein, Juni 2023
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Papstbotschafter Georg Gänswein: «Eine Entscheidung, die es zu verdauen galt»

Als Privatsekretär war er die rechte Hand von Benedikt XVI., später wurde er Präfekt des Päpstlichen Hauses unter Papst Franziskus. Dieser ernannte Erzbischof Georg Gänswein im Juni zum Nuntius im Baltikum. Zuvor hatte Franziskus ihn fast ein Jahr lang aus dem Vatikan verbannt – eine Entscheidung, die offensichtlich Spuren bei dem Prälaten hinterlassen hat.

Seit Herbst hat der 68-jährige deutsche Erzbischof die Akkreditierung und lebt in Vilnius, der Hauptstadt Litauens. Dort sprach er jüngst mit der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) über seine neue Aufgabe an der Nato-Ostflanke. Dabei rekapitulierte er auch noch einmal kurz seine Vergangenheit.

«Nach dem Tod von Benedikt XVI. teilte mir Papst Franziskus mit, dass ich den Vatikan zu verlassen und in mein Heimatbistum Freiburg zurückzukehren habe. Eine Entscheidung, die es zu verdauen galt», erinnert sich Gänswein.

«Der Umzug erfolgte Anfang Juli 2023. Fast ein Jahr später, im Juni dieses Jahres, ernannte mich Papst Franziskus überraschend zum Apostolischen Nuntius im Baltikum. Die Umstellung war enorm. Ich war in meinem bisherigen Leben nie in einer diplomatischen Vertretung tätig.

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Zwar hatte ich als Präfekt des Päpstlichen Hauses viele Berührungen und Kontakte auf diplomatischer und politischer Ebene. Diplomaten und Politiker im Vatikan zu empfangen, ist das eine, Apostolischer Nuntius und damit Repräsentant des Heiligen Stuhls irgendwo auf der Welt zu sein, das andere. Nun bin ich in Litauen und widme mich mit Energie und Gottvertrauen der herausfordernden Aufgabe.» (kna)


Erzbischof Georg Gänswein, Juni 2023 | © Andreas Oertzen/KNA
19. Dezember 2024 | 11:00
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