Papst und Marokkos König unterzeichnen Jerusalem-Appell
Rabat, 30.3.19 (kath.ch) Papst Franziskus und Marokkos König Mohammed VI. haben einen gemeinsamen Appell zum Sonderstatus Jerusalems unterzeichnet. Jerusalem müsse Erbe der Menschheit und das Symbol einer friedlichen Koexistenz vor allem für die drei monotheistischen Religionen bleiben.
Weiter heisst es in der am Samstag in Rabat veröffentlichten Erklärung: Dazu müssten der «multi-religiöse Charakter, die spirituelle Dimension und die besondere kulturelle Identität Jerusalems» geschützt und gefördert werden.
Der Papst und der marokkanische Monarch bekundeten «die Hoffnung, dass in der Heiligen Stadt den Anhängern der drei monotheistischen Religionen volle Zugangsfreiheit und ihr Recht auf Gottesdienst garantiert wird».
Heilige Stadt
Jerusalem gilt Juden, Christen und Muslimen als Heilige Stadt. Der Vatikan sieht zudem einen israelischen Anspruch auf Gesamt-Jerusalem als Hauptstadt als Hindernis für den Friedensprozess zwischen Israelis und Palästinensern.
Nachdem US-Präsident Donald Trump im Dezember 2017 ankündigte, die amerikanische Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem zu verlegen, äusserte Franziskus einen «dringenden Appell», den Status quo und die Resolutionen der Vereinten Nationen zu respektieren. (kna)
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