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Papst spricht von Protestanten ermordete Katholiken heilig

Petersdom | © Sylvia Stam

Rom, 9.10.17 (kath.ch) Papst Franziskus spricht am Sonntag 30 Katholiken heilig, die im 17. Jahrhundert von Protestanten ermordet wurden. Es handelt sich um den Jesuiten André de Soveral (1572-1645), den Priester Ambrosio Francisco Ferro und 28 Laien, die bei zwei Vorfällen 1645 in Brasilien von calvinistischen Söldnern der niederländischen Kolonialherren getötet wurden.

Ebenfalls eine weltweite Verehrung in katholischen Kirchen gestattet der Papst für drei jugendliche mexikanische Märtyrer aus dem 16. Jahrhundert sowie für den spanischen Priester Faustino Miguez Gonzalez (1831-1925) und den italienischen Kapuziner Lucantonio Falcone (1669-1739).

Wie der Vatikan am Montag weiter mitteilte, vollzieht Franziskus die Heiligsprechung bei einer Festmesse auf dem Petersplatz am Sonntagvormittag. Johannes Paul II. (1978-2005) hatte die mexikanischen Jugendlichen Cristobal, Antonio und Juan 1990 in Guadelupe seliggesprochen.

1998 erhob er in Rom den spanischen Priester und Ordensgründer Miguez zum Seligen, im Jahr 2000 die 30 brasilianischen Märtyrer. Für den Kapuziner Falcone, bekannter unter seinem Ordensnamen Angelo d’Acri, erlaubte Papst Leo XII. bereits 1825 eine begrenzte kultische Verehrung. (cic)