Papst Leo XIV. feiert eine Messe an der Beirut Waterfront, am 2. Dezember 2025 in Beirut (Libanon).
Vatikan

Papst: Pfarrer sollen Predigten nicht von KI schreiben lassen

Papst Leo XIV. sieht die Künstliche Intelligenz (KI) als Gefahr für die Menschheit. Auch im Bereich der Seelsorge warnt er vor ihr. Sonntagspredigten von KI schreiben lassen – das geht aus seiner Sicht gar nicht.

Ludwig Ring-Eifel

(CIC) Nachdrücklich hat Papst Leo XIV. sich dagegen ausgesprochen, Predigten für den Gottesdienst von Anwendungen Künstlicher Intelligenz (KI) schreiben zu lassen. Bei einem Treffen mit mehreren hundert Priestern seines Bistums Rom sagte er, KI sei nicht in der Lage, den Glauben weiterzugeben, aber genau das sei die Aufgabe einer Predigt.

Die Äusserungen des Papstes fielen bei dem jüngsten Treffen mit den römischen Geistlichen hinter verschlossenen Türen. Italienische Medien, die danach mit Teilnehmern sprachen, berichteten anschliessend davon.

Gehirn muss trainiert werden

Den Berichten zufolge verglich Leo XIV. bei dem Treffen die negativen Folgen des KI-Gebrauchs mit einer Erkenntnis aus dem Sport: «Alle Muskeln sterben ab, wenn wir sie nicht mehr nutzen, und deshalb muss auch das Gehirn benutzt werden, damit wir unsere Intelligenz nicht verlieren.»

«Eine echte Predigt schreiben bedeutet, den Glauben mit anderen zu teilen.»

Weiter sagte er den Berichten zufolge: «Eine echte Predigt schreiben bedeutet, den Glauben mit anderen zu teilen. Und das ist der wichtigste Teil. Die Leute wollen deinen Glauben wahrnehmen, deine Erfahrung, Christus und seine Botschaft erlebt und geliebt zu haben. Das ist etwas, was wir jeden Tag pflegen müssen.»

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Im Rahmen der Begegnung warnte der Papst zudem vor den Folgen eines exzessiven Online-Konsums mit Suchtpotenzial bei Jugendlichen. Unter anderem sprach er von «Orientierungslosigkeit» und «Symptomen einer besorgniserregenden Aggressivität, die nicht selten in Gewalt mündet».


Papst Leo XIV. feiert eine Messe an der Beirut Waterfront, am 2. Dezember 2025 in Beirut (Libanon). | © Romano Siciliani/KNA
20. Februar 2026 | 15:00
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