Schweiz

Neuer Dok-Film: Auf Schusters Rappen nach Santiago de Compostela

Wattwil SG, 19.3.15 (kath.ch) Mit «Camino de Santiago» bringt der Filmemacher und Filmverleiher Jonas Frei einen Dokumentarfilm über das Pilgern in die Kinos. Er erzählt von pilgernden Menschen und ihren Lebensgeschichten und bringt die Landschaft auf dem Weg zur Geltung, wie Regisseur Frei verspricht. Das Interesse der Kinobetreiber überraschte. Kinostart ist am 26. März in über 30 Kinosälen der Deutschschweiz.

Die Kinos seien «sehr sehr» interessiert gewesen an seinem Film, erzählt Jonas Frei auf Anfrage von kath.ch Er zeigte sich «froh und überrascht» über den Erfolg und meinte, seine Kontakte aus dem Filmverleih hätten ihm womöglich geholfen. Frei ist seit acht Jahren hauptberuflich im Filmverleih tätig und hat nun seinen zweiten Film gemacht.

Auf die Idee gebracht hat ihn ein spanischer Kollege, wie Frei zugibt. Er selbst wuchs in Wattwil SG auf, unweit des europäischen Pilgerwegs nach Santiago de Compostela. Doch erst jetzt bei diesem Filmprojekt wurde ihm klar, dass das Jakobspilgern viele seiner Bekannten beschäftigte. Jeder konnte ihm etwas erzählen.

Landschaftsaufnahmen mit Drohnen

Mit dem Velo fuhren Frei und seine Kollegen in einem Monat von Wattwil nach Santiago de Compostela und befragten Pilgerreisende, die sie antrafen. Zu sehen sind unter anderem der Spanier Pepe aus Rioja, der seit 29 Jahren auf dem Jakobsweg pilgert, die Französin Hannah und ihr Sohn Matteo Gougeon und die Südkoreanerin Yeji. Die Pilger erzählen ihre Lebensgeschichten. Davon abgesehen ist der Film laut Regisseur Frei auch von den schönen Landschaften geprägt, die teils aus Vogelperspektive zu erfahren sind. Die Macher realisierten sie mit fliegenden Drohnen. Sie selber sind aber nicht auf dem Bild, wie Frei betont. (rp)

Pilgererinnen im Dokumentarfilm «Camino de Santiago» von Jonas Frei | © 2015 zVg
19. März 2015 | 16:53
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