Weizen
International

Nahrungsmittel-Weltmarktpreise auf Sieben-Jahres-Tief

Rom, 4.2.16 (kath.ch) Nahrungsmittel sind auf dem Weltmarkt so billig wie seit sieben Jahren nicht mehr. Gegenüber Januar 2015 sanken die Preise für Fleisch, Milchprodukte, Getreide, Speiseöle und Zucker im Querschnitt um 16 Prozent, wie die Welternährungsorganisation FAO in ihrem am Donnerstag, 4. Februar, in Rom veröffentlichten Preisindex bekanntgab. Den stärksten Preisrückgang verzeichnete demnach Zucker mit 6 Prozent.

Als Ursachen für die Entwicklung nannte die FAO ein hohes Angebot, die sich verlangsamende Weltwirtschaft und einen stärkeren US-Dollar. Die UNO-Organisation erhöhte zugleich die Prognosen für die Getreidevorräte 2016. Massgeblich dafür seien voraussichtlich höhere Ernteerträge 2015 bei einem erwarteten niedrigeren Konsum.

Die Ernteprognosen für 2016 beurteilte die FAO als durchmischt. Das Wetterphänomen El Nino sorge für unterschiedliche Ertragsaussichten vor allem in der südlichen Hemisphäre. So sei im südlichen Afrika mit einer beträchtlichen Schwächung zu rechnen. Die Weizenernte in Südafrika dürfte ein Viertel niedriger ausfallen. Günstige Aussichten gebe es hingegen für die Russische Föderation und die EU.

Weizenproduktion steigt – Futter für Tiere

Im Segment Getreide rechnet die Organisation in einem gleichfalls am Donnerstag veröffentlichten eigenen Kurzbericht für die Saison 2015/2016 mit einer Produktion von 2,527 Milliarden Tonnen, 0,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Dabei steige die Weizenproduktion um 2 Prozent, hauptsächlich wegen der Verwendung als Tierfutter in Industrienationen.

Die Schweiz stimmt am 28. Februar über eine Volksinitiative ab, die die Spekulation mit Nahrungsmitteln bekämpfen will. (kna/bal)

 

Weizen | © Barbara Ludwig
4. Februar 2016 | 14:22
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