Wiboradatag wartet mit Überraschung auf
Der 2. Mai steht ganz im Zeichen der Heiligen Wiborada. Nach einer Pilgerwanderung von Bernhardzell nach St.Gallen wartet der Wiboradatag in diesem Jahr mit einigen Highlights auf. Unter anderem mit einer Kunstperformance.
Am Abend zeigt die Ostschweizer Märchenerzählerin Moni Egger die Erzählperformance «Wiborada. Ein Frauenleben im frühen Mittelalter» zum ersten Mal öffentlich. Die Vorführung findet in der Kirche St.Mangen statt. Zuvor gibt es eine künstlerische Überraschung im Chor der Kathedrale, wie das Bistum St. Gallen in einer Medienaussendung schreibt.
Seit 2016 Pilgertag für Kirche mit Frauen
«Ich setzte meinen Fuss in die Luft und sie trug.» Unter dieses Motto stellen die Veranstalterinnen den Wiboradatag in diesem Jahr. Seit 2016 pilgern Frauen und Männer jedes Jahr am 2. Mai für eine Kirche mit den Frauen. Es ist ein gemeinsamer Weg für die Zukunft der Kirche. In diesem Jahr führt er von Bernhardzell über die Spisegg zur Kathedrale in St.Gallen. Start ist um 9.45 Uhr.
«Im vergangenen Jahr waren rund 100 Menschen gemeinsam unterwegs – alle sind willkommen!», sagt Antonia Federer. Sie pilgerte 2013 in Teilstrecken mit der Gruppe nach Rom und wird auch dieses Jahr dabei sein. Um 16 Uhr kommen die Pilgerinnen und Pilger im Chorraum der Kathedrale an und feiern Gottesdienst. Begleitet wird dieser von einer Kunstperformance, die noch eine Überraschung bleibt.
Um 19.30 Uhr wiederum findet im Rahmen des Wiboradatages ein weiteres Highlight statt. Die Ostschweizer Märchenerzählerin Moni Egger präsentiert in der Kirche St. Mangen die Uraufführung der Wiboradaerzählung.
Geschichte Wiboradas auf Schweizerdeutsch
In «Wiborada. Ein Frauenleben im frühen Mittelalter» erzählt Moni Egger die Geschichte Wiboradas auf Schweizerdeutsch, von der Kindheit und bis über ihren Tod hinaus, nah an den legendarisch überlieferten Ereignissen und den historischen Begebenheiten jener Zeit.
Sie geht der Frage nach, was in unsicheren Zeiten Halt geben kann und Sicherheit stiftet, wenn die Welt aus den Fugen zu geraten scheint. Moni Egger ist fasziniert von dieser Epoche. Sie sagt: «Im frühen Mittelalter herrschte eine gewisse Weltuntergangsstimmung.» (woz)
Wiborada von St.Gallen ist eine der drei St. Galler Stadtheiligen. Mit dem Projekt Wiborada 2021-2026 möchte ein Team der evangelisch-reformierten und römisch-katholischen Kirche der Heiligen einen Platz in der Geschichte einräumen. Vom 25. April bis 30. Mai 2025 lassen sich vier Frauen und ein Mann für je eine Woche in der nachgebauten Wiborada-Zelle bei St. Mangen einschliessen, um Wiborada nachzuspüren. Ihr Fenster zur Stadt öffnen sie täglich von 12.30-13.30 Uhr und von 17.30-18.30 Uhr und stehen für Gespräche zur Verfügung. Interessierte können jeweils freitags um 18.30 Uhr den Wechsel der eingeschlossenen Personen miterleben. Mehr Informationen und das Rahmenprogramm zum Wiborada-Projekt unter: https://wiborada.sgDas Wiborada-Projekt
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