Missbrauchsermittlungen gegen australischen Erzbischof Coleridge

Sydney, 26.2.19 (kath.ch) Gegen den katholischen Erzbischof von Brisbane, Mark Coleridge (70), hat dessen früheres Erzbistum Canberra-Goulburn ein Ermittlungsverfahren in Sachen Missbrauch eingeleitet. Eine Frau wirft ihm laut australischen Medienberichten (26. Februar) vor, 2006 eine Missbrauchsanzeige als «Klatsch» abgetan zu haben und ihr gegenüber «aggressiv» gewesen zu sein.

Einem Bericht des Senders ABC zufolge läuft nun eine unabhängige Untersuchung der Vorwürfe. Coleridge, der auch Vorsitzender der australischen Bischofskonferenz ist, weise die Beschwerde zurück, werde jedoch mit den Ermittlern kooperieren, hiess es unter Berufung auf Angaben der Erzdiözese Canberra-Goulburn.

Coleridge forderte am Gipfel «kopernikanische Wende»

Coleridge hatte am Sonntag beim Anti-Missbrauchsgipfel im Vatikan eine der Kirche gefordert. Für die Kirchenoberen bedeute dies «die Erkenntnis, dass jene, die missbraucht wurden, sich nicht um die Kirche drehen», sondern dass die Opfer im Mittelpunkt stehen und die Kirche sich um sie drehen müsse, so Coleridge. (kna)

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