Kloster Berg Sion feiert 250-jähriges Bestehen
Gommiswald SG, 11.9.16 (kath.ch) Das prächtig über der Linthebene in Gommiswald SG gelegene und weithin sichtbare Kloster Berg Sion feierte am Samstag zusammen mit Bischof Markus Büchel sein 250-jähriges Bestehen. Es handelt sich um das einzige Prämonstratenserkloster in der Schweiz.
Arnold Stampfli
Am 6. September 1766 hatten drei Schwestern auf Berg Sion in der dortigen Loretokapelle mit der ewigen Anbetung begonnen. Damit nahm das heutige Klosterleben seinen Anfang. Der Klostergemeinschaft gehören heute zehn Schwestern an; Schwester Maria Immaculata Knecht amtet als Priorin. Zusammen mit auswärtigen Beterinnen und Betern wird heute die Gebetskette aufrecht erhalten.
Den festlichen Gottesdienst standen neben Spiritual Pater Aloys Rieg und Bischof Markus Büchel auch Generalvikar Guido Scherrer und Ortspfarrer Michael Pfiffner vor. An der Spitze einer Mönchsdelegation von der Benediktinerabtei St. Otmarsberg in Uznach war Prior Adelrich Staub, angereist. Willkommen geheissen wurde zudem ein grosser Freundeskreis aus der Region.
Monstranz für die ganze Region
Bischof Markus Büchel würdigte das 250-jährige Wirken der jubilierenden Schwestern. Als die Gemeinschaft noch grösser war – zeitweise zählte sie bis 50 Schwestern – arbeiteten diese in der Landwirtschaft und im benachbarten Wald, stickten Messgewänder und nahmen zu sehr günstigen Konditionen Feriengäste in Pension. All dies ist heute nicht mehr möglich.
Wichtig ist für den Diözesanbischof, wie er in seiner Predigt ausführte, die spirituelle Ausrichtung der Klostergemeinschaft und ihre Präsenz am Fuss des Ricken. Ihr geistiges Leben sei so etwas wie eine Monstranz für die ganze Region, die weit hinaus strahle und so zur Erneuerung der Kirche beitrage.
Im Anschluss an den Gottesdienst waren die Mitfeiernden zu einem reichhaltigen Apéro eingeladen, der sich rasch zu einem kleinen Voklsfest ausdehnte und so die Beziehungen zur Umgebung vertiefte.
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