Polizeirazzia in der An'Nur-Moschee Winterthur, 2.11.16 | © Keystone/Walter Bieri
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Polizeirazzia in der An'Nur-Moschee Winterthur, 2.11.16 | © Keystone/Walter Bieri

Islamischer Dachverband suspendiert An'Nur-Verein

Zürich, 7.11.16 (kath.ch) Der Zürcher Dachverband der Islamischen Organisationen in Zürich (Vioz) hat den An’Nur-Verein als Mitglied suspendiert. Dies als Reaktion auf den Aufruf zu Gewalt in der Winterthurer Moschee, der am Mittwoch zu einer Polizeirazzia geführt hatte.

Die Suspendierung sei eine Warnung an den Verein, sagte Vioz-Präsident Mahmoud El Guindi gegenüber der «Sonntagszeitung». Der Dachverband verlange von seinen Mitgliedern ein Bekenntnis zum Rechtsstaat und zur Schweizer Demokratie, erklärte El Guindi weiter. Der Vioz-Vorstand beschloss die Suspendierung in einer Sitzung vom 4. November. Gegen einen Ausschluss spreche, dass jeder eine zweite Chance erhalte, so El Guindi. Gleichzeitig ermögliche dies, mit den Betroffenen im Gespräch zu bleiben.

Am 3. November, also einen Tag nach der Polizeirazzia, hatte die Vioz im Gespräch mit kath.ch noch nicht von einer solchen möglichen Konsequenz gesprochen. «Wir müssen mehr tun, um zu zeigen, dass nicht alle Moscheen so sind. Das, was in Winterthur passiert ist, ist eine Ausnahme und keine Regel», gab Muris Begovic, Sekretär der Vereinigung der islamischen Organisationen in Zürich (Vioz), damals gegenüber kath.ch als Konsequenz auf die Vorgänge in der Winterthurer Moschee an. Dabei verwies Begovic auf den «Tag der Offenen Moscheen» im Kanton Zürich am 12. und 13. November. (rp)

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