Helena Jeppesen-Spuhler, Mitarbeiterin des Hilfswerks Fastenaktion, beim synodalen Prozess in Prag, Februar 2023
Schweiz

Helena Jeppesen-Spuhler ist Mitglied der Europäischen Synodal-Taskforce 

Unter der Leitung von Kardinal Ladislav Német wurde eine synodale Arbeitsgruppe eingerichtet, die die Arbeit des Europäischen Synodalteams koordiniert. Helena Jeppesen-Spuhler ist Teil davon. Sie weiss schon, welche Schwerpunkte sie setzen will.

Jacqueline Straub

«Ich freue mich über die Ernennung durch das Präsidium der europäischen Bischofskonferenz», sagt Helena Jeppesen-Spuhler auf Anfrage von kath.ch. «Zusammen mit sechs anderen Expertinnen und Experten und Mitgliedern der Synode werden wir in Absprache mit der grossen europäischen Synodenkommission Schwerpunkte für den europäischen synodalen Prozess setzen.»

Die kleine, agile Gruppe kann rasch Impulse entwickeln und aufnehmen. Die grössere Kommission aus Delegierten der 39 Bischofskonferenzen dienen wohl vor allem einem «Sounding Board», um möglichst alle europäischen Stimmen im Prozess aufzunehmen. «So stelle ich mir dies zumindest vor», sagt Helena Jeppesen-Spuhler. Die Schweiz wird durch den Basler Bischof Felix Gmür vertreten.

Europäischen Synodal-Taskforce
Europäischen Synodal-Taskforce

Wie die genaue Zusammenarbeit aussieht, ist noch nicht definiert. Ebenso wenig, wie viele Treffen die Gruppe haben wird. Bald wird sich die Task Force online treffen, um die Planung zu verfeinern. Es wird regelmässige Treffen geben, da die Task Force auch eine europäische Kirchenversammlung vorbereiten soll. Bereits geplant ist eine Synodenkonferenz nächstes Jahr in Linz.

«Vor allem in den deutschsprachigen Ländern Europas haben wir ein Spezifikum: die starken aktiven Laienverbände der Jugendlichen und Frauen. Auch die gilt es neben den Ordensgemeinschaften einzubeziehen», sagt Helena Jeppesen-Spuhler.

Diverse Weltkirche

Ihr liegt die Implementation des «hart erarbeiteten Schlussdokuments der Synode» am Herzen. «Da ich europäische Delegierte war, die auch an der synodalen Versammlung in Prag im Februar 2023 teilgenommen hat, liegt mein geografischer Fokus vor allem in Europa. Das letzte Synodentreffen in Rom hat wieder aufgezeigt, wie divers in der Weltkirche an die wichtigen Themen des synodalen Prozesses herangegangen wird», so Helena Jeppesen-Spuhler.

Deswegen lohne es sich, dass die sieben kontinentalen Synodenteams miteinander und mit dem Synodenbüro in Kontakt sind und voneinander lernen. «Es ist wichtig, nicht nur die erfolgreichen Schritte der Umsetzung zu analysieren, sondern auch die Hindernisse und Herausforderungen.»

Globales Denken wichtig

Helena Jeppesen-Spuhler möchte sich gerne bei der europäischen und internationalen Vernetzung der Task Force engagieren. «Auch von meiner Arbeit bei Fastenaktion weiss ich, wie wichtig in der Welt globales Denken und Handeln ist.» Themen, die für Europa oben aufliegen, sind Fragen der Migration, Ökumene, Gleichberechtigung und Inklusion aller.

Bisher hat die Task Force einen Kurzbericht zum Stand des synodalen Prozesses in Europa verfasst, den Professorin Klara Csiszar bei der Audienz der Synodengruppen mit Papst Leo XIV. vorgetragen hat. «Aus den zwei Fragen, die wir formuliert hatten, hat Papst Leo die Frage zu den Frauen ausgesucht und beantwortet. Das hat uns gefreut», sagt Helena Jeppesen-Spuhler.

Kardinal Jean-Claude Hollerich.
Kardinal Jean-Claude Hollerich.

Beim Synodentreffen hat das Kirchenoberhaupt auch dazu aufgerufen, alle schon möglichen Räume zu nutzen, um nichtgeweihte Frauen und Männer in die Entscheidungsprozesse und -gremien der Kirche einzubeziehen. «Ich bin überzeugt, dass Europa vom synodalen Prozess viel lernen kann, gerade auch bei den jetzigen politischen Herausforderungen», sagt Helena Jeppesen-Spuhler.

Kardinal Jean-Claude Hollerich, Erzbischof von Luxemburg, leitet das Europäische Kontinental-Synodenteam in der Umsetzungsphase der Synode über Synodalität. Er ist Vizepräsident des Rates der Bischofskonferenzen Europas (CCEE), der aus 39 Delegierten besteht. Das Synodenbüro in Rom hatte im Juli zur Implementierung der Synode alle kontinentalen Bischofskonferenzen dazu aufgefordert, ein kontinentales Synodenteam zu bilden.

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Zur Koordinierung der Arbeit des Europäischen Synodenteams wurde nun eine Synodale Task Force eingerichtet, die aus sieben Mitgliedern besteht. Kardinal Ladislav Német koordiniert dieses Team. Neben Helena Jeppesen-Spuhler sind folgende Mitglieder in der Arbeitsgruppe: die rumänische und an der Linzer Katholischen Universität tätige Professorin Klara Csiszar, Pater Christoph Theobald, emeritierter Professor an der Theologischen Fakultät der Universität Loyola in Paris. Zudem Giuseppina De Simone aus Italien. Die Philosophin und Theologin ist Professorin an der Theologischen Fakultät Süditaliens in Neapel. Zudem ist die deutsche Generalsekretärin der Nordischen Bischofskonferenz, Schwester Anna Mirijam Kaschner in der Taskforce. Und aus Belgien Diakon Geert De Cubber.


Helena Jeppesen-Spuhler, Mitarbeiterin des Hilfswerks Fastenaktion, beim synodalen Prozess in Prag, Februar 2023 | © Björn Steinz/KNA
4. November 2025 | 17:00
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