Helena Jeppesen: «Es gibt Bischöfe, die lassen sich nichts sagen»
Die römisch-katholische Kirche will partizipativer werden und setzt auf Synodalität. Mehr als Zweidrittel aller Synodalen haben sich an der Weltsynode in Rom dafür ausgesprochen. Was es braucht, damit diese Transformation gelingen kann, sagt Helena Jeppesen-Spuhler im Podcast «Laut + Leis».
«Gute politische Prozesse sind wirklich nötig in der katholischen Kirche, weil sie so hierarchisch ist. Ich habe das in der Synode gesehen: Es gibt Bischöfe, die können sich nicht vorstellen, dass sie sich an die Beschlüsse ihrer Räte halten müssten. Da hat es wirklich Gegenwind gegeben und Gegenargumente. Und ja, das ist jetzt eine riesige Transformation, in der die katholische Kirche drinsteckt. Was es jetzt braucht, ist ein Mindset, das sich verändert.
Es geht um die Auffassung, wie bin ich Bischof, wie bin ich Priester und Pfarrer zum Beispiel auch in eine Pfarrei. Diesbezüglich muss sich vieles verändern, und da helfen uns diese Prozesse. Deshalb insistiere ich auch immer darauf, dass wir Strukturen brauchen. Wir müssen Strukturen verändern, weil das hilft, auch die Einstellungen zu ändern und auch die eigene Rolle anders zu sehen als leitende Person in der Kirche.»
Das sagt Helena Jeppesen-Spuhler im Podcast «Laut + Leis». Sie ist eine der 54 Frauen, die Papst Franziskus an die Synode nach Rom berufen hat. Sie war Delegierte für Europa. (sl)
Hier geht es zur › Bestellung einzelner Beiträge von kath.ch.




