Fassungslose Trauernde umarmen sich nach der Brandkatastrophe in der Silvesternacht in Crans-Montana.
Schweiz

Gedenkfeier für Opfer von Crans-Montana wird live am Fernsehen übertragen

Die offizielle Gedenkfeier für die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana ist nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Zeremonie, die am Freitag in Martigny stattfindet, wird jedoch live auf den drei nationalen Fernsehsendern übertragen.

Barbara Ludwig

Der offizielle Anlass findet in Martigny am Freitag im Rahmen des nationalen Trauertags zum Gedenken an die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana statt.

«An der Zeremonie wird den Menschen, die bei dem Brand in Crans-Montana ums Leben gekommen sind, die letzte Ehre erwiesen, und die Verletzten sowie ihre Angehörigen unterstützt», teilt der Kanton Wallis am Mittwoch mit. Ort der Durchführung ist das Ausstellungs- und Versammlungszentrum (CERM) von Martigny.

Drei Bundesräte nehmen teil

Die Zeremonie sei den Opfern und ihren Angehörigen gewidmet und nicht für die Öffentlichkeit zugänglich, heisst es im Communiqué. Sie wird jedoch live auf den drei nationalen Fernsehsender übertragen. Auch über internationale Fernsehsender könne die Zeremonie verfolgt werden. Für die Bevölkerung in Crans-Montana wird eine Übertragung der Zeremonie organisiert.

Es handelt sich um eine zivile Zeremonie, an der Vertreter der Schweizer Politik und ausländische Staatsgäste teilnehmen werden. Die Bundesregierung wird durch Bundespräsident Guy Parmelin, Aussenminister und Vizepräsident Ignazio Cassis, Justizminister Beat Jans sowie Bundeskanzler Viktor Rossi vertreten sein. Der Walliser Staatsrat wird in corpore teilnehmen.

37 ausländische Delegationen eingeladen

Bis heute seien 37 ausländische Delegationen eingeladen worden. Es handelt sich um Länder, aus denen Opfer und Verletzte stammen, sowie um Länder, die der Schweiz nach der Trägodie ihre Hilfe angeboten haben. Es werden demnach mehrere europäische Präsidenten sowie hochrangige Vertreterinnen und Vertreter anderer von der Katastrophe betroffenen Ländern teilnehmen. Namen werden in der Mitteilung keine genannt.

Der französische Präsident Emmanuel Macron hat seine Teilnahme bereits angekündigt, zusammen mit dem für Europa zuständigen Staatssekretär Benjamin Haddad. Voraussichtlich wird auch der italienische Präsident Sergio Mattarella teilnehmen.

Auch Vertreterinnen und Vertreter der christlichen Kirchen sowie der jüdischen und der muslimischen Religionsgemeinschaft sind eingeladen. Die römisch-katholische Kirche ist mit den Bischöfen Jean-Marie Lovey und Charles Morerod vertreten.

Lesungen, symbolische Gesten, musikalische Darbietungen

Die Feier beginnt um 13.45 Uhr. Um 14 Uhr wird im ganzen Land eine Schweigeminute eingelegt, während die drei Landeskirchen die Glocken läuten. Das Programm der Feier umfasst Lesungen, symbolische Gesten, musikalische Darbietungen sowie Ansprachen von Behördenvertretern.

Die Vertreterinnen und Vertreter der Religionsgemeinschaften werden präsent sein, sich aber nicht zu Wort melden. Das teilte Maurice Greder, Leiter des Kommunikationsdienstes der Schweizer Bischofskonferenz, kath.ch mit.

Hunderte Beamten sorgen für Sicherheit

Die Sicherheitsvorkehrungen für diese Veranstaltungen seien umfangreich, teilt der Kanton weiter mit. Hunderte von Beamten der Gemeinde-, Kantons- und Bundespolizei seien im Einsatz. Am Freitag komme es in dem betroffenen Gebiet zu Verkehrsbeeinträchtigungen. So wird der Zugverkehr zwischen Martinach (Martigny) und Martinach-Bourg am Freitag von 11 Uhr bis 17 Uhr eingestellt.

Laut Communiqué werden an verschiedenen Orten, insbesondere in Städten und Schulen, ebenfalls Gedenkfeiern veranstaltet. Am Freitagabend finden in den Kathedralen von Freiburg und Lugano Gedenkanlässe statt.

In Bern werden die Fahnen des Bundeshauses und der Bundesgebäude am Freitag auf Halbmast gesetzt.

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Fassungslose Trauernde umarmen sich nach der Brandkatastrophe in der Silvesternacht in Crans-Montana. | © KEYSTONE/Alessandro della Valle
7. Januar 2026 | 16:54
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