Hunderte von Trauernden legen Blumen nieder für die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana.
Schweiz

Gedenkfeier für Crans-Montana: Christen, Juden und Muslime sind eingeladen

Die christlichen Kirchen, die jüdische und die muslimische Religionsgemeinschaft sind zur Gedenkfeier für die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana eingeladen. Von römisch-katholischer Seite werden die Bischöfe Jean-Marie Lovey und Charles Morerod in Martigny präsent sein.

Barbara Ludwig

Die Schweiz hat 37 Länder zur Gedenkzeremonie für die Opfer der verheerenden Brandkatastrophe von Crans-Montana eingeladen. Zur zivilen Zeremonie, die am Freitag in Martigny stattfindet, sind aber auch Vertreterinnen und Vertreter der anerkannten Landeskirchen sowie der jüdischen und der muslimischen Religionsgemeinschaft eingeladen.

Kirchenspitzen auf nationaler und kantonaler Ebene

Jean-Marie Lovey, der Bischof von Sitten, und Charles Morerod, Präsident der Schweizer Bischofskonferenz (SBK) und Bischof der Diözese Lausanne, Genf und Freiburg, werden präsent sein, bestätigt Maurice Greder, Leiter des Kommunikationsdienstes der SBK, auf Anfrage. Sie seien direkt vom Kanton Wallis eingeladen worden.

Eingeladen wurden nach Angaben von Greder zudem Rita Famos, Präsidentin des Synodalrats der Evangelisch-reformierten Kirche Schweiz, und Frank Bangerter, Bischof der Christkatholischen Kirche der Schweiz, sowie Stephan Kronbichler, der die Evangelisch-reformierte Kirche des Wallis vertritt.

SIG und Fids vertreten

Ralph Friedländer ist als Vertreter der jüdischen Gemeinschaft eingeladen. Er ist Präsident des Vorstands des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes (SIG). Önder Günes vertritt die muslimische Gemeinschaft als Präsident der Föderation islamischer Dachorganisationen Schweiz (Fids).

Über den Ablauf der zivilen Zeremonie, die um 13.45 Uhr beginnt, ist nichts bekannt. Laut Maurice Greder werden die Vertreterinnen und Vertreter der Religionsgemeinschaften präsent sein, sich aber nicht zu Wort melden.

Glockengeläut am nationalen Trauertag

Der Bundesrat hat in Zusammenarbeit mit den drei anerkannten christlichen Kirchen in der Schweiz den 9. Januar 2026 zum nationalen Trauertag erklärt. Als Zeichen der Verbundenheit sollen um 14 Uhr alle Kirchenglocken in der Schweiz läuten. Auch eine Schweigeminute ist vorgesehen.

Am Freitagabend finden in den Kathedralen von Freiburg und Lugano zudem Gedenkanlässe statt. (aktualisiert, 15.34 Uhr)

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Hunderte von Trauernden legen Blumen nieder für die Opfer der Brandkatastrophe von Crans-Montana. | © Keystone/Alessandro della Valle
7. Januar 2026 | 12:30
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