Farid Bang und Kollegah  | © Wikimedia Selfmade Records (<a href="https://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/legalcode" target="_blank">CC BY-SA 2.0</a>)
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Farid Bang und Kollegah | © Wikimedia Selfmade Records (CC BY-SA 2.0)

«'Echo'-Verleihung an Rapper war ein Fehler»

Bamberg, 17.4.18 (kath.ch) Der Bamberger katholische Erzbischof Ludwig Schick hat die Verleihung des Musikpreises «Echo» an die Rapper Kollegah und Farid Bang als «Fehler» bezeichnet.

«Antisemitismus darf auf keinen Fall und in keinem Bereich wieder hoffähig gemacht werden», schrieb der Weltkirche-Bischof am Montag auf Twitter. Der Holocaust müsse immer als Mahnung stehen und dürfe durch nichts verharmlost werden.

Gegen die beiden Musiker häufen sich die Antisemitismus-Vorwürfe. In einem Liedtext von ihnen heisst es: «Mein Körper definierter als von Auschwitzinsassen.» Trotz Kritik im Vorfeld erhielten sie am Donnerstag in Berlin einen «Echo» in der Kategorie Hip-Hop/Urban National.

Preise zurückgegeben

Bereits am Wochenende gab das im vergangenen Jahr mit dem «Echo»-Klassik-Nachwuchspreis ausgezeichnete Notos Quartett aus Protest seinen Preis zurück. Am Montag wurde bekannt, dass auch Musiker und Grafiker Klaus Voormann den gerade erhaltenen «Echo» für sein Lebenswerk zurückgibt. (kna)

 

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