Kapuziner vor der Weihe zum Diakon | © Bruno Fäh
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Kapuziner vor der Weihe zum Diakon | © Bruno Fäh

Deutsche Verbände fordern erneut den Diakonat der Frau

Bonn, 30.4.15 (kath.ch) Katholische Laienverbände haben ihre Forderung nach einem Diakonat der Frau erneuert. Die Kirche brauche die Begabungen von Frauen, sonst sei sie unvollständig, sagte die Bundesvorsitzende der Katholischen Frauengemeinschaft Deutschlands (kfd), Maria Theresia Opladen, bei einem «Tag der Diakonin» am 29. April in Hannover. «Es ist daher nur konsequent, dass auch die Berufung von Frauen zum Diakonat geprüft und durch eine sakramentale Weihe anerkannt wird.» Das Kirchenrecht könne dahingehend verändert werden. Auch der Generalsekretär des Zentralkomitees der deutschen Katholiken (ZdK), Stefan Vesper, betonte, die Vielfalt der Berufungen von Männern und Frauen, Priestern und Laien anzuerkennen, diene dem Wohl der Kirche.

Über eine Zulassung von Frauen zur Diakonenweihe wird seit langem in der Kirche diskutiert. Manche Theologen lehnen sie mit dem Argument ab, beim Letzten Abendmahl seien nur Männer zugegen gewesen. Andere fordern eine Zulassung oder zumindest eine gesonderte Weihe für Frauen, die in das Amt «Gemeinde-Diakonin» münden könnte.

Der «Tag der Diakonin» wurde 1997 initiiert. Er wird jeweils am 29. April, dem Gedenktag der Heiligen Katharina von Siena begangen. Die Heilige steht in der heutigen Theologie stark für feministische Anliegen. (kna/kat)

Diakon – Diener – die erste Weihestufe

Das Wort Diakon stammt aus dem Griechischen und bedeutet «Diener». Die Diakonenweihe ist vor der Priester- und Bischofsweihe die erste der drei Weihestufen in der katholischen Kirche. Ausser Diakonen, die das Priesteramt anstreben, gibt es auch Ständige Diakone, die verheiratet sein und einen Zivilberuf ausüben dürfen. Ständige Diakone dürfen auch taufen und predigen, nicht aber Messfeiern leiten oder Beichten abnehmen.

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