Messe nach ausserordentlichem Ritus | © Joachim Specht/Wikimedia Commons
Schweiz
Messe nach ausserordentlichem Ritus | © Joachim Specht/Wikimedia Commons

Bischof von Chur weihte Priester für die Personalpfarrei «Maria Immaculata»

Chur/Schwyz, 15.10.18 (kath.ch) Am Samstag ist der britische Diakon Marcus Williams vom Churer Bischof Vitus Huonder zum Priester geweiht worden. Er wird künftig in der Personalpfarrei in Oberarth im Kanton Schwyz als Vikar tätig sein.

Die Weihe des Geistlichen durch den Churer Bischof Vitus Huonder fand in der Kirche der Kirche des Priesterseminars St. Luzi in Chur statt. Der Neupriester wird künftig als Vikar in der Personalpfarrei «Maria Immaculata» in Oberarth tätig sein, wie der «Bote der Urschweiz» am Montag schreibt. An der Primiz – der ersten Eucharistiefeier, der ein Neupriester vorsteht – fühlte man sich laut der Zeitung 50 Jahre zurückversetzt. Papst Franziskus habe dem Priester Grüsse zukommen lassen, die im Gottesdienst verlesen wurden, schreibt die Zeitung weiter.

Die Personalpfarrei und deren Trägervereine hatten zu den Gottesdiensten eingeladen und auch einen Bustransfer nach Chur organisiert. Die Primiz fand am Sonntag in der Kirche des Kollegiums Maria Hilf in Schwyz statt. Eine Personalpfarrei umfasst nicht ein geografisches Gebiet, sondern richtet sich an eine bestimmte Gruppe von Gläubigen, wie hier Katholiken, welche die Liturgie aus der Zeit vor dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962-1965) vorziehen.

Auch ein Teil des Bistums

Nebst der lateinischen Sprache unterscheiden sich Gottesdienste nach dem ausserordentlichen Ritus auch durch die augenfällig prunkvollen liturgischen Gewänder der Beteiligten. Der tridentinische Ritus der Eucharistiefeier wurde in den Jahren nach dem Konzil durch eine erneuerte Liturgie ersetzt.

Heute wird in den Gottesdiensten hauptsächlich die jeweilige Landessprache verwendet. Papst Benedikt XVI. hatte 2007 den alten Ritus unter bestimmten Auflagen wieder als «ausserordentliche Form» zugelassen.

Der Bischof von Chur hat mit Martin Ramm einen Bischofsvikar eingesetzt, der für die Betreuung von traditionalistischen Gläubigen zuständig ist. Auch sie seien «ein wertvoller Teil des Bistums», hielt das Bistum damals gegenüber kath.ch fest. Im Bistum Chur haben Gläubige in zwei sogenannten Personalpfarreien Gelegenheit, die Eucharistiefeier im ausserordentlichen Ritus zu begehen.  (ms)

 

Bischofsvikar für tridentinische Messe: Bistum Chur legt Wert auf «gebührende Hirtensorge» für Traditionalisten

 

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