Schweiz

Angelina beisst sich die Zähne aus

Luzern, 6.1.17 (kath.ch) Heute Morgen begegnete mir mitten in der Stadt eine Gruppe Kinder. Sie trugen ungewöhnlich weite, farbige Mäntel. Auf dem Kopf trugen sie Kronen und Turbane, einige hatten Stäbe dabei mit einem Stern drauf.

Neugierig geworden, schlich ich ihnen nach. Sie liefen von Haus zu Haus und klingelten jedes Mal. Wenn ihnen jemand öffnete, sangen sie ein Lied und kritzelten dann drei Buchstaben auf den Türrahmen: Ein C, ein M und ein B, dazwischen kleine Kreuze.

Ach wie schön, dachte ich mir, die Kinder gedachten der verstorbenen drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar. Dass sie dafür Geld bekamen, fand ich ein bisschen eigenartig, schliesslich war es ja nicht ihr Verdienst, dass diese Ehrwürdigen aus dem Morgenland gestorben waren.

Nachdem die Kinder eine ganze Weile so durch die Strassen gezogen waren, folgte ich ihnen in ein Geschäft, in dem es Brot gab. Die Verkäuferin hatte sie offenbar erwartet, denn sie nahm sofort einen runden Kuchenkranz, brach ihn in Stücke und gab jedem Kind eines davon. Auch ich bekam ein Stück ab und biss herzhaft hinein. Doch au weia, da hätte ich mir fast die Zähne ausgebissen! Rasch spuckte ich das harte weisse Plastikstück aus. Die Kinder schauten überrascht zu Boden. Doch ehe sie mich entdeckten, nahm ich rasch reissaus.

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