André Kolly und Walter Buchs zu Ehrenmitgliedern ernannt

Bern: Schweizerischer Verein Katholischer Journalistinnen und Journalisten

Bern, 6.3.11 (Kipa) Der Schweizerische Verein Katholischer Journalistinnen und Journalisten (SVKJ) hat André Kolly und Walter Buchs zu Ehrenmitgliedern ernannt. An der Generalversammlung in Bern wurde am Samstag zudem der katholische Medienpreis 2011 an zwei junge Journalistinnen, Carmen Epp und Laure Gabus, verliehen.

André Kolly war von 1988 bis 2009 Leiter des Centre catholique de Radio et Télévision (CCRT). Albert Longchamp, Leiter der Westschweizer Jesuitenzeitschrift «Choisir», würdigte in seiner Laudatio dessen beharrliche Versuche, «das zwischen Kirche und Medien herrschende Urmisstrauen zu brechen».

In der Laudatio für den Journalisten Walter Buchs wies Kipa-Redaktor Georges Scherrer auf dessen ausserordentliche Informationsarbeit zugunsten der katholischen Kirche hin. Im Zentrum seiner Ehrung stehe «jener Kampf, den er in den säkularen Medien für die katholische Kirche gefochten hat und nach wie vor ficht», lobte Scherrer.

Buchs war von 1993 bis 2000 Chefredaktor der Freiburger Nachrichten, für die der bald pensionierte Journalist noch heute arbeitet. Buchs war zudem von 1973 bis 1978 erster Geschäftsführer der Katholischen Internationalen Presseagentur Kipa und während 25 Jahren im Vorstand des Vereins Schweizerischer Katholischer Publizisten (so hiess der SVKJ früher).

Urnerin und Genferin ausgezeichnet

Der diesjährige katholische Medienpreis mit einem Preisgeld in der Höhe von 1.000 Franken ging an die Urner Journalistin Carmen Epp sowie an die Genfer Journalistin Laure Gabus. Epp, Redaktorin beim «Urner Wochenblatt», wurde für ihren Beitrag über eine alleinerziehende Mutter ausgezeichnet. Gabus, Redaktorin bei der «Tribune de Genève», für einen Artikel, der die Schwierigkeiten der Genfer Studenten bei der Wohnungssuche thematisiert.

Der SVKJ ist auf der Suche nach neuen Vorstandsmitgliedern aus der Deutschschweiz. Balz Röthlin, einziger Vertreter der Deutschschweiz, hat aus gesundheitlichen Gründen seine Demission eingereicht. Die übrigen Vorstandsmitglieder wurden am Samstag, 5. März, für eine weitere und letzte dreijährige Amtsperiode bestätigt.

Strukturelles Defizit

Eine Herausforderung für den SVKJ stellt auch die finanzielle Situation dar. Der Verein kämpft mit einem strukturellen Defizit. Die Verwaltungskosten übersteigen die Einnahmen, die sich aus Mitgliederbeiträgen und Spenden zusammensetzen, um rund 2.000 Franken. Der Unterstützungsbeitrag 2011 für die Katholische Weltunion der Presse (Ucip) wurde gestrichen, auch weil sich diese Organisation in einer schweren Krise befindet.

Zum Abschluss informierte der Priester Michel Salamolard die Teilnehmer der Versammlung über die Gefahren der Suizidbeihilfe. Er hat das im Herbst erschienene Buch «L’incitation et l’aide au suicide. Le ’modèle suisse’ et la situation française» publiziert. In seinem Vortrag warnte er angesichts der Bestrebungen für eine Revision von Artikel 115 des Strafgesetzbuches vor einer «Kultur des Todes».

(kipa/be/bal)

6. März 2011 | 11:35
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