Alfred Donath gestorben

Genf, 29.6.10 (Kipa) Der ehemalige Präsident des Schweizerischen Israelitischen Gemeindebundes (SIG), Alfred Donath, ist am Montag, 28. Juni, 78-jährig in Genf gestorben. Der SIG würdigt in seiner Mitteilung Donaths Wirken für den Gemeindebund während insgesamt eines Vierteljahrhunderts sowie seinen mutigen Einsatz für die Anliegen der jüdischen Gemeinschaft und für den interreligiösen Dialog.

Bescheidenheit, Optimismus, respektvoller Umgang mit Menschen, Weltoffenheit und Herzlichkeit zeichneten ihn gemäss SIG aus. Der Genfer Medizinprofessor Alfred Donath war im Jahr 2000 zum Nachfolger von Rolf Bloch gewählt worden. Er leitete den SIG bis 2008 und traf in dieser Funktion verschiedene Male mit den Schweizer Bischöfen zusammen.

Er gehörte dem 2006 gegründeten Schweizer Rat der Religionen von Anfang an an und nahm immer wieder resolut zum politischen Geschehen in der Schweiz Stellung.

Donath wurde 1932 in Basel geboren. Sein Vater war Rabbiner. Der Sohn studierte in Lausanne, Paris, Zürich und den Vereinigten Staaten Medizin. 1971 liess er sich in Genf nieder, wo er bis 1997 die Abteilung für nukleare Medizin leitete.

(kipa/com/gs)

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