Papamobil: Der Papst fährt auch weiterhin Mercedes
Es zählt zu den meistfotografierten Autos der Welt: Das Papamobil des Papstes. Nach unzähligen Runden über den Petersplatz ist es nun Zeit für ein neues, nachhaltigeres Gefährt. Während deutschen Automobilherstellern die Kunden massenweise davonlaufen, bleibt Franziskus und der Vatikan ihnen treu.
Der Papst hat einen Neuen. Künftig wird Franziskus aus einem vollelektronischen Mercedes G580 die Pilger auf dem Petersplatz begrüssen.
Am Mittwoch übergaben Daimler-Vertreter das neue Elektro-Papamobil im Vatikan und Franziskus nahm sein neues Gefährt umgehend in Augenschein. Die perlweisse Sonderanfertigung folgt auf einen Mercedes G500 von 2002, der bereits vom deutschen Papst Benedikt XVI. genutzt wurde.
Beheizbarer Sitz und Handlauf
Das neue Papamobil verfügt über einen beheizbaren Sitz und Handlauf sowie ein spezielles Beleuchtungssystem. Die Reichweite beträgt 400 Kilometer. Die Bauzeit des besonderen Mobils betrug rund ein Jahr, Spezialisten aus Sindelfingen, Graz und Rom waren an dem Projekt beteiligt.
Drehbarer Sessel und erhöhte Sitzposition
Das besondere Gefährt befördert den Papst in eine erhöhte Sitzposition. Sein Sessel ist drehbar und die Plattform bietet Platz für weitere Mitfahrer. Bei den Touren vor den wöchentlichen Generalaudienzen leisten dem Papst häufig Kinder Gesellschaft.
Aus seinem Gefährt grüsst Franziskus die Menschen auf dem Petersplatz, segnet Babys und verteilt Süssigkeiten an Kinder. Schliesslich erklimmt das geländegängige Modell die Stufen vor dem Petersdom und bringt den Papst an seinen üblichen Platz vor der Basilika.
Ein Kennzeichen für verschiedene Autos
Seit knapp hundert Jahren liefert Mercedes-Benz Autos für den päpstlichen Fuhrpark. Bei seinem Dienstwagen wechselte Franziskus kurz nach Amtsantritt zu Fiat, unternimmt Fahrten in Rom etwa mit dem Modell «500 L».
Auf Auslandsreisen wünscht er von seinen Gastgebern stets einen Kleinwagen zur Fortbewegung, gerne aus einheimischer Produktion. Unabhängig von Marke und Modell bleibt das päpstliche Nummernschild «SCV 1» immer identisch. Schliesslich befördert das jeweilige Auto die Nummer 1 des Stato della Città del Vaticano.
Weiterer deutscher Autohersteller im Vatikan
Bis 2030 stellt die Vatikanstadt ihre staatliche Fahrzeugflotte auf Elektroautos um. Strom aus erneuerbaren Energiequellen soll die Fahrzeuge künftig antreiben. Dazu plant der Vatikan ein eigenes Ladenetz innerhalb und ausserhalb des Staatsgebietes. Erster strategischer Partner für das Projekt ist der deutsche Automobilhersteller Volkswagen. (kna)
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