Kurienkardinal Kurt Koch predigt an der Bischofsweihe in Chur, 19. März
Vatikan

500 Euro weniger Lohn: Kurt Koch kann damit leben

Wegen Corona hat der Vatikan massive finanzielle Probleme. Deswegen erhalten die Kurienkardinäle 500 Euro weniger Lohn. «Damit lässt sich leben», sagt der Schweizer Kurienkardinal Kurt Koch.

Raphael Rauch

«Eine sehr bedeutende Einnahmequelle für den Vatikan sind die Museen. Diese sind jedoch während der Pandemie zum grössten Teil geschlossen, so dass keine Einnahmen fliessen», teilt Kurienkardinal Kurt Koch auf Anfrage mit.

«Papst Franziskus will keine Angestellten im Vatikan entlassen. Stattdessen hat er beschlossen, dass der Lohn der Kardinäle und der Dikasterienvorsteher um zehn Prozent, der Lohn der Sekretäre um acht Prozent und der Lohn von Priestern und Ordensleuten um drei Prozent gekürzt wird», sagt der frühere Bischof von Basel.

Dank für Wohlwollen der Gläubigen

Der päpstliche Erlass gilt vom 1. April an. «Damit lässt sich leben», sagt Kurt Koch. kath.ch hatte Zuschriften erhalten, die nach den Auswirkungen der Sparmassnahmen auf den Schweizer Kurienkardinal gefragt hatten. «Ich danke allen Lesern und Leserinnen, die sich um mich sorgen», sagt der Kardinal.

Auch wenn im Vatikan derzeit finanziell keine grossen Sprünge zu machen sind: Immerhin sind alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geimpft. Und zwar nicht nur die Kleriker, sondern auch die Schweizergardisten oder die Journalisten von «Vatican News».

Kurienkardinal Kurt Koch predigt an der Bischofsweihe in Chur, 19. März | © kath.ch/printscreen
28. März 2021 | 14:49
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