10 Jahre «Kirche mit* den Frauen» – Dokfilm «Habemus Feminas!» nochmals zu sehen
Vor zehn Jahren entstanden die Aufnahmen für «Habemus Feminas!», 2017 wurde der Dokfilm von Silvan Hohl in verschiedenen Schweizer Kinos gezeigt. Er dokumentiert den Pilgerweg der Bewegung «Kirche mit den Frauen» nach Rom. Nun wird der Film nochmals in Luzern gezeigt. Im Anschluss gibt es ein Podiumsgespräch.
Barbara Ludwig
Vor zehn Jahren pilgerte die Bewegung «Kirche mit* den Frauen zu Fuss nach Rom» – mit dem Anliegen, dass Männer der Kirche künftig nicht mehr ohne Frauen über deren Rolle in der Kirche entscheiden sollten. Die Pilgerwanderung von St. Gallen nach Rom hat Silvan Hohl, damals Filmstudent, in einem knapp zweistündigen Film dokumentiert, der 2017 erstmals in verschiedenen Schweizer Kinos gezeigt wurde.
Drei Frauen organisieren Jubiläumsanlass
Nun wird «Habemus Feminas!» am Samstag, 7. November, in Luzern nochmals gezeigt. Organisiert wird dies von drei Katholikinnen aus Anlass des 10-Jahr-Jubiläums der Pilgerwanderung. Dies sind die frühere RKZ-Präsidentin Renata Asal-Steger, damals Synodalrätin der katholischen Landeskirche Luzern, die Synodalrätin Karin Wandeler-Wüest und Regina Käppeli, Kirchenrätin in Sursee und Mitglied im Parlament der Landeskirche. Getragen wird das Projekt von der Kantonalkirche in Kooperation mit dem Stattkino Luzern.
Asal-Steger ist damals nicht mitgepilgert, wie sie auf Anfrage von kath.ch sagt. Aber sie sei nach Rom gereist, um dort bei der Ankunft der Pilgernden, am 2. Juli 2016, präsent zu sein. Beim Gottesdienst, den die Rompilgernden an diesem Tag im Petersdom feierten, habe sie im Chor mitgesungen, der die Feier musikalisch gestaltete, so die ehemalige Synodalrätin.
Podium mit Bischof Gmür und Helena Jeppesen
Im Anschluss an die Vorführung von «Habemus Feminas» findet ebenfalls unter dem Motto «Mitdiskutieren. Mitentscheiden. Mitbauen» ein Podiumsgespräch statt. Daran beteiligen sich Felix Gmür, Bischof von Basel, Helena Jeppesen, Stabsstelle Direktion beim Hilfswerk Fastenaktion, sowie die Spitalseelsorgerin Pia Brüniger. Gmür sprach am 2. Juli 2016 in der Kirche Santa Maria sopra Minerva in Rom zu den Pilgerinnen und Pilgern, nachdem diese in der Ewigen Stadt angekommen waren.
Moderiert wird die Diskussion von der SRF-Religionsredaktorin Léa Burger.
Pilgerwanderung war Höhepunkt der Bewegung
Die Bewegung «Kirche mit* den Frauen» entstand 2014. Ihren bisherigen Höhepunkt bildete 2016 eine Pilgerreise der Gruppe zu Fuss von St. Gallen bis nach Rom. Diese startete am 2. Mai und endete am 2. Juli in Rom.
Eine neunköpfige Gruppe – acht Frauen und ein Mann – pilgerten die ganze Wegstrecke von St. Gallen nach Rom. Die meisten übrigen schlossen sich etappenweise an. Am 2. Juli feierten die Initiantinnen und Initianten zusammen mit 500 angereisten Personen einen Gottesdienst im Petersdom.
Bereits im Sommer dieses Jahres reiste eine Delegation von 16 Frauen aus Anlass des 10-Jahr-Jubiläums nach Rom, um sich für die Umsetzung einer «Kirche mit den Frauen» einzusetzen. Dort traf die Gruppe führende Frauen im Vatikan.
Der Film «Habemus feminas!» von Silvan Hohl wird am Samstag, 7. November, um 16 Uhr, im Stattkino, Bourbaki Panorama, Löwenplatz 11, in Luzern gezeigt. Der Eintritt kostet 18 Franken (reduziert 15 bzw. 13 Franken). Anschliessend folgt ein Podiumsgespräch. Danach wird ein Apéro serviert. Tickets sind erhältlich an der Kinokasse oder online unter stattkino.ch
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