Freiburger Persönlichkeiten engagieren sich für ein JA zur Konzernverantwortungsinitiative

Ein breites Freiburger Komitee mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kirche hat vor den Medien heute seine Argumente für die Konzernverantwortungsinitiative dargelegt. Bereits in einem Monat entscheidet die Schweizer Stimmbevölkerung. Der ehemalige CVP-Nationalrat Dominique de Buman, SP-Ständerat Christian Levrat, Unternehmer und Investor Thomas Rauber, der katholische Priester Claude Ducarrozsowie der Präsident der CVP Stadt Freiburg, Simon Murith, laden die Freiburgerinnen und Freiburger dazu ein, am 29. November ein JA in die Urne zu legen.


Für die Mitglieder des Komitees fordert die Initiative eine Selbstverständlichkeit: Wenn Glencore Flüsse im Kongo oder die Luft in Sambia verseucht, LafargeHolcim Dorfbewohner in Nigeria mit Zementstaub gefährdet und Syngenta Bauern in Entwicklungsländern mit bei uns längst verbotenen Pestiziden vergiftet, dann müssen sie dafür geradestehen.


Die Initiative wird von 130 Organisationen der Zivilgesellschaft getragen. Unterstützt werden sie von einem Wirtschaftskomitee, dem sich über 300 Unternehmerinnen und Unternehmer angeschlossen haben, rund 500 Politikerinnen und Politikern aus BDP, CVP, EVP, FDP, GLP und SVP, die sich im Bürgerlichen Komitee für Konzernverantwortung vereint haben, sowie von der Bischofskonferenz und der evangelisch-reformierten Kirche Schweiz.

Der grosse Rückhalt widerspiegelt sich in den nationalen JA-Parolen von BDP, JCVP, EDU, EVP, GLP, Grünen und SP. Zudem befürworten mehrere Kantonalsektionen der CVP und die SVP Unterwallis die Initiative.

Dominique de Buman, ehemaliger CVP-Nationalrat, erläutert: «Es ist logisch, dass eine freie Wirtschaftsordnung nur mit klaren Rahmenbedingungen funktioniert, an die sich alle halten müssen. Die Konzernverantwortungsinitiative sorgt für faire Spielregeln und gleich lange Spiesse für alle Schweizer Unternehmen.»


Christian Levrat, SP-Ständerat, zeigt den Handlungsbedarf auf: «Wenn Konzerne wie Glencore oder Syngenta Menschenrechte verletzen oder die Umwelt zerstören, müssen sie dafür geradestehen. Wir haben gesehen, dass freiwillige Massnahmen nicht ausreichen. Jetzt braucht es die Konzernverantwortungsinitiative mit ihren klaren Regeln.»

Thomas Rauber, Unternehmer und Investor der TR Invest AG in Tafers, betont: «Was die Initiative fordert, ist problemlos machbar und durchsetzbar. Konzerne kommen bereits heute zahlreichen Vorgaben nach, zum Beispiel in Bezug auf die Qualität. Auch die Überprüfung grundlegender Menschenrechte und minimaler Umweltstandards im Ausland ist keine Hexerei.»

Claude Ducarroz, katholischer Priester aus Freiburg, erklärt die Unterstützung aus kirchlichen Kreisen: «Die Initiative gründet auf zentralen Anliegen unseres christlichen Glaubens: Nächstenliebe, Gerechtigkeit, Schutz der Armen und Bewahrung der Schöpfung. Dazu Stellung zu beziehen und sich wirkungsvoll dafür einzusetzen – auch politisch, ist für die Kirche eine Selbstverständlichkeit.»

Simon Murith, Präsident der CVP der Stadt Freiburg, hebt den Einsatz der Jungen für die Initiative hervor: «Für meine Generation ist es selbstverständlich, dass erfolgreiches Wirtschaften und Respekt für Mensch und Umwelt kein Widerspruch ist. Mit der Initiative stärken wir den Ruf der Schweiz als verantwortungsvollen Wirtschaftsstandort.»

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Konzern-Verantwortungs-Initiative
30. Oktober 2020 | 16:21