Neue Gesichter in der SRF-Sendung «Wort zum Sonntag»
Die Traditionssendung «Wort zum Sonntag» des Schweizer Fernsehens hat ein neues Team. Es besteht aus zwei Theologinnen und drei Theologen und geht ab 7. November auf Sendung. Jonas Amherd und Isabella Senghor vertreten die römisch-katholische Konfession.
Barbara Ludwig
Das «Wort zum Sonntag» gehört zu den ältesten Sendungen von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Ab Samstag, 7. November, wird es von fünf neuen Persönlichkeiten moderiert, wie SRF am Dienstag mitteilt. Die zwei Theologinnen und drei Theologen haben die Aufgabe, in knapp vier Minuten aktuelle Themen zu kommentieren oder zu gesellschaftlichen Debatten Stellung zu nehmen.
Mit Jonas Amherd und Isabelle Senghor gehören zwei der neuen Gesichter der Sendung der römisch-katholischen Kirche an.
«Ich bin überzeugt, dass Gott Humor hat.»
Amherd (*1989) arbeitet demnach als Pfarreiseelsorger im Glaubensraum Brig-Glis-Naters-Mund und engagiert sich als Kantonspräses der Jubla Wallis für junge Menschen. Er ist auch zuständig für die Seelsorge am Kollegium Spiritus Sanctus Brig. Der Walliser hat Theologie an der Universität Freiburg und in Kalifornien studiert, an der Dominican School of Philosophy and Theology in Berkeley.
«Ich bin überzeugt, dass Gott Humor hat– sonst wären wir Menschen nicht so wunderbar verschieden. Im ‹Wort zum Sonntag› möchte ich diese Lebensfreude aufgreifen und als kleine Good News in den Alltag der Menschen hineintragen», sagt Amherd in der Mitteilung.
«Ich freue mich, Menschen auf meiner Suche nach Gott mitzunehmen.»
Isabella Senghor (*1992) arbeitet in leitender Funktion in der Bistumsregion Deutschfreiburg. Die Theologin ist zudem ausgebildete Journalistin. Nach dem Studium zog die gebürtige Deutsche in die Schweiz.
«Unser Leben ist voller Geschichten. Ich freue mich darauf, aus ihnen Worte zum Sonntag schmieden zu können und damit Menschen auf meinem Weg, auf meiner Suche nach Gott, mitzunehmen», wird Senghor in der Mitteilung zitiert.
Als reformierter Sprecher ist Tobias Zehnder (*1984) dabei. Er ist Pfarrer und arbeitet unter anderem in der Kirchgemeinde Birsfelden BL. An der Universität Bern forscht er zum Verhältnis von Autismus und Theologie.
Silvia Stohr (*1987) ist reformierte Sprecherin. Sie ist Pfarrerin in der Kirchgemeinde Frieden Heiliggeist in Bern und begleitet als Coach und Supervisorin Lernvikariate und Pfarrpersonen.
Der promovierte Theologe Stephan Feldhaus (*1962) verbindet Erfahrungen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Kirche. Er war einige Jahre als Sozialethiker wissenschaftlich tätig, bevor er für mehr als zwanzig Jahre die Kommunikationsfunktionen internationaler Unternehmen leitete. Heute wirkt er als christkatholischer Pfarrer im Fricktal.
Alle zwei Jahre ein neues Team
Das neue Team wird die derzeitigen Sprecherinnen und Sprecher des «Wort zum Sonntag» Stina Schwarzenbach (reformiert), Tatjana Oesch (römisch-katholisch), Jonathan Gardy (römisch-katholisch), Theo Pindl (christkatholisch) und Reto Studer (evangelisch-reformiert) ablösen. Die Besetzung wird turnusgemäss alle zwei Jahre erneuert, heisst es in der Mitteilung.
Die Sendung «Wort zum Sonntag» hat seit 1954 ihren festen Platz im Fernsehprogramm.Das Team wurde in enger Zusammenarbeit mit den Beauftragten für Radio und Fernsehen der drei Landeskirchen ausgewählt und geschult. Der vierminütige Kommentar zu aktuellen Themen wird sowohl am Samstagabend im Fernsehen als auch online präsentiert.
Ausstrahlung: Ab Samstag, 7. November 2026, 20 Uhr, SRF 1
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