Der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten (links) mit seinem Verlobten Nicolás Keenan.
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Auch Regierungschef in den Niederlanden wird Vater durch Kind aus Leihmutterschaft

Schon wieder wird ein Politiker Vater eines Kindes aus einer Leihmutterschaft. Dieses Mal ist es der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten. Im Sommer war es der CDU-Politiker Jens Spahn, der bekanntgab, mit seinem Ehegatten ein Kind einer US-amerikanischen Leihmutter erworben zu haben. Aufgrund der öffentlichen Proteste trat Spahn schliesslich von seinen politischen Ämtern zurück.

(CNA/KNA/woz) Beide strahlen beglückt auf dem Foto: Via Instagram gaben vor kurzem der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten und sein Verlobter Nicolás Keenan, ein argentinischer Hockey-Nationalspieler, bekannt, dass sie ein Kind von einer Leihmutter erwarten, wie die Catholic News Agency mitteilt.

Auf dem Social-Media-Kanal zeigen sich beide mit einem Ultraschallbild des Kindes. Dazu schrieben sie unter anderem auf Instagram: «Jemand ganz Besonderes ist auf dem Weg. Wir sehen uns 2027, Kleines.»

Leihmutter und Eizellenspenderin: «Bekannte»

Wie die Partei des aus katholischen Kreisen stammenden Regierungschefs, die linksliberale Partei Democraten 66 (D66), in einer Mitteilung betonte, gehe es dabei nicht um eine kommerzielle Leihmutterschaft. Die ist in den Niederlanden nämlich verboten. Die Leihmutter als auch die Eizellenspenderin seien «persönliche Bekannte von Jetten und Keenan».

Es handelt sich dabei um eine sogenannte altruistische Leihmutterschaft. Diese ist eine Form der Leihmutterschaft, bei der die Leihmutter das Kind für Wunscheltern austrägt, ohne dafür einen Gehalt oder einen kommerziellen Gewinn zu erhalten. Sie ist in den Niederlanden erlaubt.

Im Elternglück: Der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten (rechts) und sein Verlobter Nicolas Kennan mit dem Ultraschallbild des Babys aus der Leihmutterschaft einer "persönlichen Bekannten".
Im Elternglück: Der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten (rechts) und sein Verlobter Nicolas Kennan mit dem Ultraschallbild des Babys aus der Leihmutterschaft einer "persönlichen Bekannten".

Die Haltung des Vatikans und von Papst Leo XIV. zur Leihmutterschaft ist indes klar. «Leihmutterschaft verletzt durch die Umwandlung der Schwangerschaft in eine verhandelbare Dienstleistung sowohl die Würde des zu einem Produkt reduzierten Kindes als auch der Mutter, indem sie deren Leib und den Prozess der Fortpflanzung instrumentalisiert und das ursprüngliche Beziehungsgefüge der Familie entstellt», so der Papst zum Thema.

CDU-Politiker zurückgetreten

In Deutschland hatten der ehemalige CDU-Politiker und Fraktionsvorsitzende Spahn und sein Ehegatte Daniel Funke diesen Sommer mitgeteilt, dass sie Eltern geworden sind. Der Sohn mit dem Namen Georg kam demnach in den USA zur Welt und wurde von einer Leihmutter geboren. Spahn hatte sich in der Vergangenheit gegen Leihmutterschaft ausgesprochen; auch die CDU lehnt diese in Deutschland verbotene Praxis ab.

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Auf Drängen von Bundeskanzler Friedrich Merz war Spahn schliesslich angesichts öffentlicher Proteste von seinen politischen Ämtern zurückgetreten. «Mir ist bewusst geworden, dass mein persönliches Glück, gemeinsam mit meinem Mann eine Familie zu gründen und Väter zu werden, nicht vertretbar ist mit meinem politischen Amt», so Spahn in einem Brief an seine Fraktionsmitglieder.


Der niederländische Ministerpräsident Rob Jetten (links) mit seinem Verlobten Nicolás Keenan. | © Keystone/Robin Utrecht
23. Oktober 2026 | 14:00
Lesezeit : ca. 2  Min.
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