Vatikan prangert Rüstungsausgaben an
Militäraufwendungen weltweit erreichten vergangenes Jahr ein Rekordhoch. Demgegenüber werden Ausgaben für Nothilfe und Entwicklung gekürzt. Aus Sicht des Heiligen Stuhls eine fatale Entwicklung.
(KNA) Der Vatikan hat seine Forderung nach Abrüstung und Rüstungskontrolle bekräftigt und die vergleichsweise geringen Aufwendungen für Entwicklung angeprangert. Die weltweiten Militärausgaben in der Rekordhöhe von über 2,89 Billionen US-Dollar im vergangenen Jahr stünden in einem «gravierenden Ungleichgewicht zu den begrenzten Ressourcen, die für die Deckung grundlegender Bedürfnisse und die Förderung einer ganzheitlichen menschlichen Entwicklung bereitgestellt werden», erklärte der diplomatische Vertreter des Vatikans bei der Überprüfungskonferenz des Übereinkommens über Streumunition, die jüngst in Laos begann.
Abrüstungsverträge seien moralische Verpflichtungen gegenüber heutigen und künftigen Generationen, sagte Vatikanbotschafter Erzbischof Ettore Balestrero, Ständiger Beobachter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Genf, laut Redeskript. Der Vatikan rufe die Staaten auf, das humanitäre Völkerrecht zu stärken und den «entwaffnenden Weg der Diplomatie» zu beschreiten.
«Quelle der Stärke»
Internationale Abkommen zur Rüstungsbeschränkung seien eine «Quelle der Stärke» und dienten dem Schutz der Schwächsten sowie der vielen Unschuldigen, die von der Grausamkeit von Konflikten und deren tödlichem Erbe betroffen seien, sagte Balestrero. Thema der fünftägigen Konferenz in Vientiane, der Hauptstadt des südostasiatischen Laos, sind Anpassungen der 2008 verabschiedeten Oslo-Konvention gegen Streumunition.
Hier geht es zur › Bestellung einzelner Beiträge von kath.ch.




