Schweizerin an vorderster Front: Europas Ortskirchen beraten über Weg der Synodalität
Kirchliche Spitzenvertreter treffen sich im September vier Tage im Bildungshaus Schloss Puchberg in Österreich. Auch aus der Schweiz wird eine grosse Delegation an der Konferenz «Shaping Synodality in Europe» teilnehmen, die von der europäischen Synoden-Task Force organisiert wird – in der die Schweizerin Helena Jeppesen-Spuhler mitwirkt.
(KAP/woz)) Schloss Puchberg in Wels wird von 14. bis 17. September zum Diskussionsort für Kirchenvertreter aus ganz Europa. Unter dem Titel «Shaping Synodality in Europe. From Vision to Roadmap» beraten Bischöfe, Delegierte der Bischofskonferenzen, Theologinnen und Theologen sowie weitere Fachleute über die konkrete Umsetzung des weltweiten synodalen Prozesses.
Zum Auftakt findet am Montag, 14. September, um 10 Uhr im OÖ Presseclub in Linz eine Pressekonferenz statt. Daran nehmen die beiden Vizepräsidenten des Rates der Europäischen Bischofskonferenzen (CCEE), die Kardinäle Ladislav Nemet und Jean-Claude Hollerich – letzterer ist auch Generalrelator der Weltsynode -, sowie der Linzer Bischof Manfred Scheuer und Klara Csiszar, Vizerektorin der Katholischen Privat-Universität Linz (KU), teil.
Helena Jeppesen-Spuhler als Mitorganisatorin vor Ort
Nach Angaben der Veranstalter werden Delegationen aus 28 europäischen Bischofskonferenzen sowie insgesamt rund 180 Teilnehmer aus mehr als 30 Ländern in dem kirchlichen Bildungshaus erwartet, darunter 23 Bischöfe und die beiden Kardinäle. Auch bei der Pressekonferenz soll es um die Frage gehen, wie Synodalität nach dem Abschluss der Weltsynode praktisch in den Ortskirchen verankert werden kann.
Aus der Schweiz werden Nicola Ottiger und Daniel Kosch, vier Personen aus der Synodalitätskommission und Bischof Felix Gmür teilnehmen. Auch die schweizerische Weltsynodenvertreterin Helena Jeppesen-Spuhler wird vor Ort mit von der Partie sein. «Ich gehöre zur europäischen Synoden-Task Force, die die Konferenz geplant hat und werde in dieser Funktion an der Konferenz teilnehmen», sagt sie gegenüber kath.ch.
Auf dem Weg zur nächsten Synodenversammlung
Das viertägige Symposium versteht sich als wichtiger Schritt auf dem Weg zur nächsten kontinentalen Synodenversammlung 2028. Erarbeitet werden soll eine gemeinsame «Roadmap» für Europa. Inhaltlich geht es an den drei Arbeitstagen um Liturgie als Ausgangspunkt kirchlichen Handelns, um das Hören auf die gesellschaftlichen Realitäten Europas sowie um die konkrete Weiterentwicklung von Strukturen, Ämtern und Entscheidungsprozessen.
Organisiert wird die Tagung von der Abteilung für Synodalität der KU Linz gemeinsam mit der europäischen Task Force für Synodalität und unter der Schirmherrschaft des CCEE. Eine zentrale Rolle spielt die Linzer Pastoraltheologin Csiszar. Sie hatte das Treffen bereits im Frühjahr als «Meilenstein» auf dem Weg zur nächsten kontinentalen Phase bezeichnet. Europa hinke im synodalen Lernprozess im Vergleich zu anderen Kontinenten teilweise hinterher, so die Expertin. Das Treffen solle deshalb Räume schaffen, in denen die europäischen Ortskirchen voneinander lernen und Erfahrungen austauschen können.
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