Afrika ist und bleibt der Schwerpunkt der Hilfe von «Kirche in Not» (ACN)
«Kirche in Not» unterstützte 2025 nach eigenen Angaben weltweit 5368 Projekte in 141 Ländern. Für diese Bilanz sorgten laut Jahresbericht 363’176 Wohltäterinnen und Wohltäter, die dem päpstlichen Hilfswerk 144,8 Millionen spendeten. Die meisten Spenden gehen nach Afrika.
Wolfgang Holz
«Ohne unsere Wohltäter wäre all dies nicht möglich. Dank ihrer Grosszügigkeit konnte die Kirche für Millionen von Menschen ein Zeichen der Hoffnung bleiben», wird Regina Lynch, geschäftsführende Präsidentin von «Kirche in Not» (ACN) International, in einer Medienmitteilung zitiert.
10 Millionen Franken Spenden aus der Schweiz
Auch Jan Probst, Geschäftsführer des päpstlichen Hilfswerks in der Schweiz und Liechtenstein, zeigt sich dankbar für die erfahrenen Zuwendungen im Jahr 2025: «Die knapp 10 Millionen Franken an Spenden und Legaten sind ein grossartiges Ergebnis für unser Büro. Ich bin stolz auf ein Team, das super arbeitet und ebenso freue ich mich über unsere Wohltäterinnen und Wohltäter, die sich mit armen und leidenden Christen solidarisch zeigen!» Der Schweizer Sitz der Organisation befindet sich in Luzern.
«Die finanzielle Unterstützung kam der Seelsorge, der Ausbildung von Priestern und Ordensleuten, dem Bau kirchlicher Infrastruktur sowie der Nothilfe zugute. Die meisten Hilfsgelder flossen 2025 nach Indien, gefolgt von der Ukraine, dem Libanon und Syrien», heisst es in dem Communiqué weiter.
40’207 Priester unterstützt
2025 gehörte zu den wichtigsten «Kirche in Not»-Projekten die Unterstützung von 40’207 Priestern durch insgesamt 1’887’721 Mess-Stipendien. Auf diese Weise profitierte etwa jeder zehnte Priester weltweit von den Spenden. Darüber hinaus finanzierte die päpstliche Stiftung die Ausbildung von 13’368 Seminaristen. Wobei mehr als 8’300 Seminaristen aus Afrika stammen, wo die Kirche besonders stark wächst.
Zudem profitierten laut «Kirche in Not» (ACN) rund 20’000 Ordensschwestern direkt oder indirekt von den Projekten. Darüber hinaus finanzierte das Hilfswerk den Druck und die Verteilung von 520’816 religiösen Büchern, darunter über 111’000 Bibeln und Neue Testamente.
Am meisten Geld geht nach Afrika
Am meisten Spendengelder flossen gemäss Erhebungen der Hilfsorganisation – exakt 34,5 Prozent der Projektmittel – nach Afrika. Gründe dafür sind laut «Kirche in Not» (ACN) die Ausbreitung islamistischer Gewalt, Vertreibungen und das starke Wachstum der Kirche. Besonders verstärkt wurde die Hilfe für Länder wie Burkina Faso, Niger und Mali. Auf den Nahen Osten entfiel 17,1 Prozent der Unterstützung, wovon die meisten Spenden dem Libanon und Syrien zugutekamen. Für Asien und Ozeanien wurden 19 Prozent der Mittel eingesetzt, für Lateinamerika 16,4 Prozent.
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