Papst besucht heute «Flüchtlingsinsel» Lampedusa – nicht sein Heimatland USA
Leo XIV. ist der erste Papst aus den USA. Doch zum 250. Geburtstag seines Heimatlandes reist er nicht nach Hause, sondern auf die «Flüchtlingsinsel» Lampedusa. Ein Besuch mit Symbolcharakter.
Severina Bartonitschek
(CIC) Papst Leo XIV. besucht am heutigen Samstag die italienische Mittelmeerinsel Lampedusa. Das südlichste Eiland Europas steht wie kaum ein anderer Ort für die krisenhafte EU-Migrationspolitik. In den letzten Jahren sind die Ankunftszahlen am «Tor Europas» zwar deutlich gesunken, doch mehr als die Hälfte der Bootsmigranten, die Italien erreichen, kommt über Lampedusa.
Besuch von Migrantenfriedhof
Erste Station für Leo XIV. ist am Morgen der Friedhof der Insel. Dort wird der Papst an den Gräbern einiger Migranten Blumen niederlegen, bevor er am Landungssteg, an dem Bootsflüchtlinge ankommen, eine seinem Vorgänger gewidmete Gedenktafel segnet. Papst Franziskus (2013-2025) hatte Lampedusa zum Ziel seiner ersten Reise im Amt gemacht. Dort erinnerte er im Juli 2013 an die vielen Menschen, die auf dem Weg nach Europa im Mittelmeer ertrinken.
Treffen mit Behörden und Freiwilligen
Um 10.30 Uhr feiert Leo XIV. eine Messe auf dem Sportplatz der rund 20 Quadratkilometer großen Insel. Im Anschluss trifft der Papst noch Behördenvertreter, kranke Kinder und freiwillige Helfer, bevor er am frühen Nachmittag nach Rom zurückkehrt.
Ein Besuch im «Hotspot», dem Erstaufnahmelager der Insel, ist nicht geplant. Von dort werden die Migranten auf andere Aufnahmeeinrichtungen verteilt. Wie schon Franziskus wird Leo XIV. im Hafen mit Bootsflüchtlingen zusammentreffen.
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