Papst sendet Kardinal Parolin nach Kopenhagen
Dänemark steht derzeit im Zentrum der globalen Aufmerksamkeit. Nun schickt der Papst einen Sondergesandten dorthin – allerdings nicht wegen Grönland. Dennoch wird das sicher ein Thema werden.
(CIC) Papst Leo XIV. hat seinen Chefdiplomaten nach Dänemark entsandt. Wie der Vatikan am Dienstag mitteilte, ernannte er Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin zum Sondergesandten für kirchliche Jubiläumsfeierlichkeiten in Kopenhagen, die dort am 25. Januar begangen werden. Anlass ist der Beginn der Mission des Heiligen Ansgar in Dänemark vor 1.200 Jahren.
Gespräche zwischen Feierlichkeiten
In dem am Dienstag veröffentlichten Entsendungsschreiben in lateinischer Sprache betont der Papst die Priorität der christlichen Nächstenliebe, die auch den Benediktinermönch und Skandinavien-Missionar Ansgar angetrieben habe. Bei den Feierlichkeiten in der katholischen Sankt-Ansgar-Kathdrale in Kopenhagen solle Parolin neben dem Klerus, den Ordensleuten und den christlichen Gläubigen auch die politischen Vertreter grüßen und segnen.
Beobachter gehen davon aus, dass der Chefdiplomat des Papstes seinen Aufenthalt in Dänemark auch zu Gesprächen angesichts der jüngsten geopolitischen Krisen um Grönland und Dänemark nutzen wird.
Ansgar, der als Apostel des Nordens gilt, wurde um 801 im heutigen Nordfrankreich geboren und wirkte als benediktinischer Missionar in Dänemark und Schweden. 831 wurde er zum ersten Erzbischof von Hamburg ernannt und leitete später das Erzbistum Bremen. Er starb 865 in Bremen und wird in der katholischen Kirche als Heiliger verehrt.
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