Kardinal Christoph Schönborn in Rom.
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Kardinal Schönborn zu Halloween: «Tod ist für Christen verbunden mit Hoffnung»

Auf das Halloween-Brauchtum sowie auf Allerheiligen und Allerseelen ist Kardinal Christoph Schönborn in einer aktuellen Zeitungskolumne zu sprechen gekommen.

(KAP/KNA) Halloween sei eine eigene Art, mit dem Thema Tod umzugehen, um das es jedoch auch an den beiden darauf folgenden christlichen Feiertagen am 1. und 2. November gehe, so Kardinal Christoph Schönborn.

«Schwarzer Humor passt zu Wien»

«Gruseliger und schwarzer Humor, das passt zu Wien. Aber das ist nicht alles. Für Christen ist der Tod verbunden mit der Hoffnung», betonte der emeritierte Wiener Erzbischof in seiner wöchentlichen Kolumne der Zeitung «Heute».

«Wir sind mit unseren lieben Verstorbenen verbunden. Sie sind uns nur ein Stück weit vorausgegangen.»

Vom Allerheiligentag habe Halloween seinen Namen, erinnerte Schönborn: «All Hallows’ Eve» bedeute auf Deutsch nichts anderes als «Vorabend von Allerheiligen». Ausser um den Tod gehe es bei Allerheiligen und Allerseelen auch um den Himmel.

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«Die Heiligen sind im Himmel. Die Verstorbenen hoffentlich auch. Der Friedhofsgang erinnert an den eigenen Tod, der sicher einmal kommt», so der Kardinal. Allerseelen sei daher auch tröstlich: «Wir sind mit unseren lieben Verstorbenen verbunden. Sie sind uns nur ein Stück weit vorausgegangen.»

Halloween-Brauch

Halloween wird von vielen auf das rund 2000 Jahre alte keltische Fest Samhain zum Übergang von der Erntezeit zum Winter zurückgeführt. Dieses wird in der Nacht vom 31. Oktober zum 1. November gefeiert. Der Legende nach steht dann das Tor zur »anderen Welt« offen – die Grenze zwischen Leben und Tod. Und durch die können auch Feen und Geister die Welt der Menschen betreten.

Erste Belege für das Brauchtum finden sich im späten Mittelalter, vor allem in Irland, aber auch in Schottland. Da Irland sehr früh christlich wurde, gehen einige Fachleute davon aus, dass Samhain und Allerheiligen nach und nach miteinander kombiniert wurden. Unter anderem ist von Essenseinladungen am Vorabend von Allerheiligen die Rede. Zugleich zogen Kinder von Haus zu Haus, um Spenden zu erbitten.


Kardinal Christoph Schönborn in Rom. | © Raphael Rauch
31. Oktober 2025 | 15:00
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