Peter Roth: «Schon als Kind hatte ich Hühnerhaut, wenn ich Schellen, Hackbrett, Naturjodel gehört habe»
Seit bald sechzig Jahren lebt der Kirchenmusiker und Komponist Peter Roth im Toggenburg. Was diese Landschaft für ihn einzigartig macht, sagt er im Podcast «Laut + Leis».
«Also ich glaube, das hat sich als Kind ereignet. Mein Urgrossvater war Alphirte der Ortsgemeinde Wattwil. Und mein Grossvater kam deshalb in Krinau zur Welt. Und er hat mich schon im Kindergarten und in der Schule immer wieder abgeholt. Manchmal hat es nachmittags um drei Uhr geklopft an die Tür. Dann habe ich gewusst, das ist mein Grossvater.
Er hat gesagt, wir müssen jetzt zum Zug gehen. Damals gab es noch keinen Taktfahrplan. Da fuhr alle anderthalb Stunden mal ein Zug ins Toggenburg. Wir mussten also auf den Zug, und so bin ich dann mit ihm über diese Alpen gewandert. Schon als Kind hatte ich dauernd Hühnerhaut und Tränen, wenn ich Schellen, Hackbrett und Naturjodel gehört habe.»
Das sagt Peter Roth im Podcast «Laut + Leis». Der bekannte Ostschweizer Kirchenmusiker und Komponist ist Initiant der Klangwelt Toggenburg. Kürzlich wurde das Herzstück, das Klanghaus, in Anwesenheit von Bundesrätin Elisabeth Baume-Schneider feierlich eingeweiht. (sl)
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