Alain De Raemy: «Der Papst kennt die Situation im Bistum Lugano»
Der Administrator des Bistums Lugano erhofft sich vom neuen Papst eine raschere Nachfolgeregelung bei der Bistumsleitung. Dies leitet er von dessen bisheriger Aufgabe als Präfekt des Dikasteriums für die Bischöfe im Vatikan ab.
Der heutige Papst Leo XIV. leitete zuvor als Kardinal Robert Francis Prevost in der Kurie in Rom das Dikasterium für die Bischöfe. Damit habe er eine «persönliche Beziehung zu den Bischöfen gehabt», sagt Alain de Raemy, Administrator des Bistums Lugano, gegenüber catt.ch. Also «hatte Leo XIV. bereits eine vertiefte Kenntnis aller Bistümer der Welt».
Besetzung vakanter Bischofsstühle
«Er kennt also auch die Situation im Bistum Lugano, die liegt seit langem auf seinem Schreibtisch», so Alain de Raemy. Damit deutet er auf den vakanten Bischofssitz im Bistum Lugano hin. Die Besetzung von vakanten Bischofsstühlen ist eine der Aufgaben des Dikasteriums für die Bischöfe.
Alain de Raemy äussert dazu die Vermutung, «dass, wenn der neue Präfekt des Dikasteriums für die Bischöfe sich mit dem Dossier des Bistums Lugano beschäftig, dieses Papierbündel beweglicher sein könnte.» Es könnte sich also nach seiner Einschätzung bald etwas bewegen bezüglich Entscheid zum neuen Bischof von Lugano.
Beiderseitige Bekanntschaft
Alain de Raemy hat den bisherigen Leiter des Dikasteriums für die Bischöfe persönlich kennen gelernt. Er habe ihm den Eindruck einer «sehr diskreten, tiefgründigen und präzisen Person» vermittelt. Die Kardinäle hätten sich bewusst für Prevost entschieden, ist de Raemy überzeugt. Sie kennten ihn gut, weil er für die Beziehungen zu den Bischöfen zuständig war. «Und er kennt alle Kardinäle gut.» (rp)
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