Valentina Anzini
Schweiz

Tausend junge Menschen werden am Weltjugendtag in Lugano erwartet

Die Vorbereitungen für den nationalen Weltjugendtag in Lugano vom 2. bis 4. Mai laufen auf Hochtouren. Am Samstagabend wird auch DJ-Priester Guilherme Peixoto auftreten, verrät die Koordinatorin der Jugendpastoral des Bistums Lugano, Valentina Anzini.

Cristina Vonzun, catt.ch

Wo stehen Sie bei den Vorbereitungen auf den Weltjugendtag in Lugano?

Valentina Anzini: Wir arbeiten auf Hochtouren, das Komitee trifft sich regelmässig, um jedes Detail festzulegen. Wir erwarten etwa 1000 Junge aus der ganzen Schweiz. Im Herzen des Anlasses wird der Pavillon Conza stehen. Aber wir wollen eine möglichst authentische Erfahrung erreichen. Deshalb suchen wir Familien, die bereit sind, die Teilnehmenden bei sich aufzunehmen. Es wird sein wie ein Mini-Weltjugendtag, voller Offenheit und gemeinsamer Erlebnisse.

Was sind die stärksten Momente des Treffens?

Anzini: Das Programm ist reich und vielfältig: Es gibt Konzerte, Workshops, Zeugnisse, Gebetsmomente. Diese sollen den jungen Menschen eine intensive Erfahrung des Glaubens und Zusammenseins ermöglichen. Das Highlight wird das Hope Suisse Festival am Samstagabend sein. Dort gibt es zwei Hauptkonzerte: Einerseits Les Guetteurs, eine französische Reggae-Band, die 2008 entstand und im christlich-musikalischen Umfeld sehr beliebt ist.

«DJ-Priester Guilherme Peixoto weckte am Weltjugendtag in Lissabon Tausende junge Menschen mit seiner Musik.»

Andererseits kommt der DJ-Priester Guilherme Peixoto. Er trat 2023 am Weltjugendtag in Lissabon auf und weckte Tausende junge Menschen mit seiner Musik. So verwandelte er den Morgen vor der Schlussmesse in eine Freude- und Energie-Explosion. Sein Charisma und seine Fähigkeit, Glauben und Musik zu vereinen, versprechen einen wirklich speziellen Abend.

Per portugiesische Priester Guilherme Peixoto als Techno-DJ am Weltjugendtag in Lissabon
Per portugiesische Priester Guilherme Peixoto als Techno-DJ am Weltjugendtag in Lissabon

Das Treffen findet in Lugano statt. Wie werden andere Tessiner Orte einbezogen?

Anzini: Bischof Alain de Raemy (Administrator des Bistums Lugano, die Red.) hat alle Pfarreien angeschrieben, sie sollen ihre Pfarreimitglieder bitten, ihre Türen den jungen Pilgernden zu öffnen und sie in ihrer Familie zu beherbergen.

Und er hat alle Pfarreien – auch die entferntesten – eingeladen, den Weltjugendtag unter den jungen Menschen bekannt zu machen, damit sie sich einschreiben und an dieser Erfahrung teilnehmen können. Alle Informationen sind über die Webseite lugano25.ch erhältlich, wo man sich auch einschreiben kann. Einschreibeschluss ist am 10. April.

«Der Weltjugendtag ist offen für junge Menschen ab 16 Jahren.»

Wie sensibilisieren Sie die jungen Tessinerinnen und Tessiner für eine Teilnahme, und ab welchem Alter dürfen sie teilnehmen?

Anzini: Der Weltjugendtag ist offen für junge Menschen ab 16 Jahren. Am Hope Suisse Festival vom Samstagabend werden aber auch Firmanden teilnehmen können. Wir setzen nicht nur auf die Weiterempfehlung durch Pfarreien und den Brief des Bischofs. Wir posten auch viel auf den Sozialen Medien der Jugendpastoral, um den Weltjugendtag bekannt zu machen und möglichst viele Junge zu erreichen.

Kamil Cielinski (links) am Weltjugendtag in Lissabon, 2023
Kamil Cielinski (links) am Weltjugendtag in Lissabon, 2023

Im Angebot des Bistums Lugano für die Jungen im Jahr 2025 wird viel Wert auf eine Veranstaltungsserie gelegt. Weshalb?

Anzini: 2025 ist das Heilige Jahr der Hoffnung und Papst Franziskus hat uns eingeladen, Pilgernde der Hoffnung zu sein. Dazu gibt es verschiedene Anlässe: das Jugendjubiläum in Rom und im Tessin, den Weg der Hoffnung und den Weltjugendtag in der Schweiz. Sie sind Teil des Wegs, Hoffnung konkret zu erleben und sich einer lebendigen und gastfreundlichen Kirche zugehörig zu fühlen.

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Der Papst hat in der Weihnachtsmesse gesagt, dass «die christliche Hoffnung von uns verlangt, dass wir uns ohne Zögern bewegen». Wir bewegen uns ohne Zögern, um eine konkrete Erfahrung zu machen. Genau auf diesem Weg können die jungen Menschen etwas finden, was sie nach Hause und für ihr Leben mitnehmen können.

«Hoffnung kann helfen, die täglichen Herausforderungen anzugehen.»

Was beispielsweise ?

Anzini: Diese Anlässe sind nicht nur Lebensmomente, sondern Erfahrungen, die einen verändern. Gleichaltrige aus der ganzen Schweiz zu treffen, gemeinsam zu beten, Zeugnisse zu hören, den Glauben zu teilen, das weckt innerlich etwas. Die Hoffnung ist nicht nur ein Wort, sondern etwas Konkretes, das helfen kann, die täglichen Herausforderungen mit mehr Kraft und Vertrauen anzugehen.

Am Schweizer Weltjugendtag, am Jubiläum und am Pilgerweg der Hoffnung teilzunehmen bedeutet, sich als Teil einer grösseren Gemeinschaft zu fühlen, zu entdecken, dass man nicht alleine ist. Es bedeutet, eine Zukunft aufzubauen, die auf christlichen Werten beruht. Die wirkliche Glaubenserfahrung endet nicht mit dem Anlass, sondern geht im Alltag weiter und hinterlässt im Leben von jedem und jeder tiefe Spuren. (Adapt.: Regula Pfeifer)


Valentina Anzini | © zVg
25. Februar 2025 | 09:00
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