«Es geht mir nicht gut»: Sanija Ameti wegen Schüssen auf Muttergottes-Bild angezeigt
Gegen Sanija Ameti, Zürcher GLP-Politikerin und Co-Präsidentin von Operation Libero, wird nach Schüssen auf ein Bild mit Maria und dem Jesus-Kind Anzeige erhoben. Am Samstag löschte die 32-Jährige bereits veröffentlichte Fotos und bat um Entschuldigung. Sie und ihre Familie stehen nach Drohungen nun unter Polizeischutz.
Wolfgang Holz
Wie kath.ch von Sanija Ameti per Mail erfahren hat, haben sich die 32-Jährige und ihre Familie mittlerweile wegen Drohungen in Polizeischutz begeben. «Es geht mir nicht gut, und ich weiss nicht, wie lange ich das noch aushalten kann.»
Wegen Verletzung der Glaubens- und Kulturfreiheit
Offensichtlich reichte die Junge SVP Schweiz Strafanzeige wegen Verletzung der Glaubens- und Kultusfreiheit ein, wie die Partei am Montagmorgen mitteilte. Im Berner Kantonsparlament, dem Grossen Rat, ging am Montag auch eine Anfrage der SVP zum Thema ein, da Ameti als Doktorandin an der Universität Bern tätig ist, wie Keystone-SDA aktuell berichtet.
«Ich habe nichts dabei überlegt. Es tut mir unglaublich leid.»
Die 32-jährige Politikerin hatte prompt auf die Kritik der Schüsse auf ein Jesus-Bild reagiert. «Ich habe nichts dabei überlegt. Es tut mir unglaublich leid», schrieb sie auf X. Sie habe die Bilder gelöscht, nachdem ihr der religiöse Inhalt bewusst geworden sei.
Auf Instagram mit Sportpistole
Die Doktorandin für Cyberdefence und Rechtswissenschaft an der Universität Bern hatte auf Instagram zuvor Bilder veröffentlicht, die sie mit einer Sportpistole beim Schiesstraining zeigen, sowie ein von zahlreichen Schüssen getroffenes Bild, das Maria und Jesus darstellt. Das Bild stammte laut Ameti aus dem Katalog eines Auktionshauses.
Auch nach dem Löschen der Bilder liess die Kritik zunächst nicht nach. Mittlerweile sind sämtliche Instagram-Accounts von Sanija Ameti auf privat geschaltet.
Sowohl ihre Partei, die GLP, als auch ihr Arbeitgeber Farner Consulting, distanzierten sich von der Aktion. Ameti ist Mitglied des Zürcher Stadtparlaments und sitzt im Vorstand der GLP Kanton Zürich, wie Keystone-SDA berichtet. Die 32-Jährige ist inzwischen auch aus der Leitung der Zürcher GLP zurückgetreten.
Die Kantonal- wie auch die nationale Partei betonten auf X, man verurteile «jegliche Form von Gewalt und Respektlosigkeit gegenüber religiösen Symbolen und den Religionen selbst» und setze sich für «Toleranz, Respekt und den friedlichen Umgang miteinander ein».
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