Die drei Delegierten aus der Schweiz an der Weltsynode in Rom: Helena Jeppesen-Spuhler, Claire Jonard und Felix Gmür
Schweiz

Beispiel Schweiz für die Weltsynode

Das Instrumentum laboris der Weltsynode nimmt die Schweiz als Beispiel. Das Arbeitspapier der Synode über Synodalität erwähnt indirekt den synodalen Prozess in der Schweiz. Er wird als Beispiel für konkrete Massnahmen zur synodalen Erprobung angesehen.

In seiner Einleitung geht das Arbeitspapier auf den dreijährigen Weg ein, der bereits zurückgelegt wurde, seit Papst Franziskus im Oktober 2021 den Synodenprozess ins Leben gerufen hat. Das Dokument hebt hervor, dass in Kirchen auf der ganzen Welt auf nationaler Ebene «die Früchte der Annahme der Methode des Gesprächs im Geist erneut bestätigt werden (…) Dieser Enthusiasmus hat sich bereits in der Umsetzung konkreter Massnahmen zur Erprobung einer stärker synodalen Vorgehensweise niedergeschlagen».

Mit Bezug auf die Schweiz heisst es im Arbeitspapier: «In einer europäischen Bischofskonferenz wurde beschlossen, eine fünfjährige synodale Experimentierphase zu beginnen». Der vatikanische Text zitiert dann einen Abschnitt aus dem Positionspapier der Schweizer Bischofskonferenz (SBK), das am 15. Mai 2024 nach Rom geschickt wurde.

In diesem Paper der Schweizer Bischöfe steht: «Auf nationaler Ebene sollen Formen der synodalen Konsultation, des Dialogs, der Unterscheidung sowie Entscheidungsprozesse, die die Phase der Entscheidungsfindung (decision-making) mit der Entscheidungsfindung (decision-taking) verbinden, entwickelt, evaluiert und perfektioniert werden. Die Erfahrungen der Diözesen werden ebenso berücksichtigt wie die synodalen Entwicklungen in anderen Teilen der Welt und in der Weltkirche. Wir stehen am Anfang eines anspruchsvollen, aber wichtigen Lernprozesses».

Die Schweizer Bischofskonferenz hat bisher keinen Kommentar zum Arbeitspapier aus dem Vatikan abgegeben. Und will das offenbar auch in Zukunft nicht tun. «Die SBK wird das Instrumentum laboris nicht kommentieren», antowortete SBK-Kommunikationschefin Julia Moreno auf Anfrage von kath.ch nach Erscheinen des Arbeitspapiers. «Die Aufgabe der SBK war es, die verschiedenen Überlegungen der Schweiz zusammenzufassen, und das hat sie getan», so Moreno weiter. Immerhin haben diese Überlegungen Eingang in das definitive Papier aus Rom gefunden.

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Die letzte Phase der Synode wird im Herbst 2024 in Rom stattfinden (kath.ch/cath.ch).


Die drei Delegierten aus der Schweiz an der Weltsynode in Rom: Helena Jeppesen-Spuhler, Claire Jonard und Felix Gmür | © SBK
17. Juli 2024 | 06:00
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