Nadia Omar zum neuen Pfarrblatt: «Wir wollen die Leserschaft mit auf die Reise nehmen»
Im August erscheint ein neues Pfarrblatt in den Kantonen Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und in der Region Dorneck-Thierstein SO. Noch offen ist der Name. Mithelfen bei der Suche sollen die Leserinnen und Leser der bisherigen Pfarrblätter «Horizonte» und «Kirche heute». «Viele Köpfe liefern mehr Ideen als das Projektteam für sich alleine», sagt Kirchenrätin Nadia Omar.
Barbara Ludwig
Seit Mitte November ist klar: Das Pfarrblatt «Horizonte» für den Kanton Aargau und sein Pendant für die Nordwestschweiz, «Kirche heute», fusionieren, damit eine neue Publikation entstehen kann. So haben es die beiden Trägervereine entschieden.
Luftigere Gestaltung
Die erste Ausgabe soll am 22. August mit einer Auflage von 140’000 Exemplaren erscheinen, wie das Projektteam im November mitteilte. Mit einer neuen leserfreundlichen Gestaltung, Unterhaltungselementen und einem attraktiven Titelblatt soll das neue Pfarrblatt auch distanzierte Kirchenmitglieder ansprechen. Die Publikation werde «luftiger» gestaltet sein, mit einer anderen Schrift und neuen Rubriken, meldete «Horizonte» am 1. Januar auf seiner Webseite.
Doch noch ist es nicht so weit. Die neue Publikation hat noch keinen Namen. Bei der Suche will sich das dreiköpfige Projektteam von den Leserinnen und Lesern unterstützen lassen. Bereits am 1. Januar wurde ein entsprechender Aufruf auf der Webseite von «Horizonte» lanciert. Und es soll auch in den Januar-Ausgaben der bisherigen Pfarrblätter ein Aufruf publiziert werden, sagt Nadia Omar auf Anfrage von kath.ch.
Leserschaft soll mitdenken
Die 42-Jährige ist Mitglied im Projektteam und Kirchenrätin der Römisch-Katholischen Landeskirche im Aargau, wo sie das Ressort Kommunikation verantwortet. «Wir wollen zum einen die Leserschaft mit auf die Reise nehmen», erklärt sie. Die Leserinnen und Leser sollen mitdenken und sich auch bewusst werden, dass ein neues Produkt entsteht.
Zum andern gehe es aber schlicht auch darum, gute Vorschläge zu bekommen. «Viele Köpfe liefern mehr Ideen als das Projektteam für sich alleine.» Mit einem solchen Vorgehen spüre man zudem, welche Richtung die Leserschaft einschlagen möchte, so Nadia Omar. Und das wolle man bei der Wahl des definitiven Namens dann auch berücksichtigen, verspricht sie.
Der Aufruf zum Mitdenken geht laut Nadia Omar an 140’000 Haushalte, sprich an die Abonnentinnen und Abonnenten der beiden Pfarrblätter. Namensvorschläge können bis am 2. Februar eingereicht werden.
Webseitentauglicher Name gesucht
Bei Nadia Omar sind bereits fünf Vorschläge eingegangen. Von Personen, die an den Generalversammlungen der beiden Pfarrblattvereinigungen präsent waren. «Die hatten schon eineinhalb Monate Zeit zum Nachdenken», sagt die Kirchenrätin. Ob ein Leservorschlag das Rennen macht oder ein Vorschlag des Projektteams, sei völlig offen. Das Projektteam werde die «valablen Vorschläge» sammeln und gemeinsam mit den Gestalterinnen und Gestaltern der künftigen Publikation anschauen. Den Entscheid über den neuen Namen fällt das Projektteam.
«Wichtig ist, dass für einen Namen noch eine Internet-Domain, also eine Internet-Adresse, frei ist oder der Name einfach zu einer solchen erweitert werden kann, weil unseren elektronischen Kanälen immer grössere Bedeutung zukommt», sagt Nadia Omar.
«Heute sind viele knackige Namen schon vergeben.»
Nadia Omar, Projektmitglied
Nebst dem gedruckten Pfarrblatt soll eine neue kundenfreundliche und attraktive Webseite entstehen. «Im vierten Quartal wollen wir zudem eine App anbieten und die Präsenz auf den Sozialen Medien ausbauen.» Welche Social Media-Kanäle schliesslich genutzt werden, sei aber der Redaktion überlassen. Einen passenden und ansprechenden Namen mit einer freien Domain zu finden, ist offenbar eine besondere Herausforderung. «Heute sind viele knackige Namen schon vergeben», sagt die Kommunikationsfachfrau.
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