Baldegger Schwestern: Jüngste Generation am Ruder
Das Kloster Baldegg hat seine Leitung erneuert. Die neue Generaloberin Nadja Bühlmann sagt: «Die neue Generalleitung besteht aus Schwestern der jüngsten Generation.»
Regula Pfeifer
Wie ist es für Sie, die Gesamtleitung des Klosters Baldegg zu übernehmen?
Schwester Nadja Bühlmann*: Es ist eine Herausforderung und ein Zeichen von grossem Vertrauen, das mir die Mitschwestern entgegenbringen. «Habt Vertrauen!»: Dieses Wort Jesu leitet und motiviert mich, den Dienst als Generaloberin zuversichtlich zu übernehmen.
Haben Sie mit dem neuen Leitungsteam einen Generationenwechsel in der Klosterleitung vollzogen?
Bühlmann: Von den vier Rätinnen sind drei Schwestern neu in der Generalleitung. Von einem Generationenwechsel kann man nicht sprechen, aber die Generalleitung besteht aus Schwestern der «jüngsten Generation».
Wie weit sind Sie mit der Neuausrichtung des Klosters – gibt es bald einen Entscheid?
Bühlmann: Das Generalkapitel hält diese Woche ein Sachkapitel. Beschlüsse zu Sachthemen sind noch keine gefasst.
Bildungshaus «Stella Matutina» soll «Haus der Zukunft» werden
Aus Altersgründen und wegen Abgängen bei den Mitarbeitenden kann die Gemeinschaft der Baldegger Schwestern das traditionsreiche Bildungshaus «Stella Matutina» nicht mehr weiterführen. Ende November ist Schluss. Ein Projektteam arbeitet an einem Nachfolge-Konzept – dem «Haus der Zukunft» – unter der Leitung von Gabriela Christen, der ehemaligen Direktorin der «Hochschule Luzern – Design & Kunst» . (rp)
*Generaloberin Nadja Bühlmann war zuvor Stellvertreterin der bisherigen Generaloberin Zita Estermann. Sie ist zudem Richterin am Interdiözesanen kirchlichen Gericht der Schweizer Bischofskonferenz. Die Baldegger Schwestern nennen sich auch «Schwestern von der Göttlichen Vorsehung». Sie sind eine franziskanische Gemeinschaft in Baldegg, einem Ortsteil von Hochdorf LU.
Das Interview wurde schriftlich geführt.
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