Was ist eine Domschweizerin?
«Wer Wallfahrtskirchen oder grosse Kathedralen wie den Kölner Dom betritt, dem sind die Domschweizer vielleicht bereits aufgefallen: In traditionellen Talaren sind sie Ansprechpartner für die Besucher und sorgen dafür, dass Ruhe und Ordnung herrscht und die Verbote innerhalb des Gotteshauses eingehalten werden. Was viele nicht wissen: Früher waren Kirchenschweizer in nahezu allen Kirchen üblich. Bereits im Mittelalter gab es sogenannte Domstäbler, die mit einem grossen Stab ausgerüstet während der Gottesdienste für Ruhe sorgten und in den Seitenschiffen auf- und abgingen.
Der Begriff Kirchenschweizer hat übrigens tatsächlich etwas mit dem Land Schweiz zu tun: Im 17. und 18. Jahrhundert waren es oft ehemalige Soldaten aus der politisch neutralen Schweiz, die ins Ausland gingen, um beim Militär oder als Wachpersonal Geld zu verdienen. Bekanntestes Beispiel ist die 1506 von Papst Julius II. aufgestellte Schweizergarde. So wie die Kirchenschweizer nach und nach aus vielen Gotteshäusern verschwunden sind, hat sich auch das Berufsbild des Domschweizers gewandelt: Seit 2019 gibt es in Köln auch Domschweizerinnen.»
Das Portal katholisch.de berichtet über «Vergessene Kirchenberufe». Darin geht es auch um Kirchenschweizer und Domschweizer. (rr)
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