Eine Mädchenschule, erbaut von der Afghanistanhilfe. Der Verein hat seinen Sitz in Schaffhausen.
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Taliban schliessen Mädchen von höherer Schulbildung aus

Die in Afghanistan regierenden Taliban haben Mädchen und Frauen von weiterführenden Schulen ausgeschlossen. In einer am Wochenende veröffentlichten Erklärung zum anstehenden Schulstart werden explizit nur männliche Lehrer und Schüler aufgefordert, wieder am Unterricht der Sekundarschulen teilzunehmen, wie die BBC berichtet.

Während der 20 Jahre, in denen eine vom Westen gestützte zivile Regierung in Afghanistan herrschte, habe es grosse Fortschritte in der Bildung von Frauen und Mädchen gegeben, hiess es im Bericht der BBC weiter. So sei die Zahl der Mädchen, die Grundschulen besuchten, von fast Null auf rund 2,5 Millionen gestiegen. Ebenso sei die Analphabetenrate unter Frauen stark zurückgegangen. Hilfsorganisationen sehen diese Erfolge nun in Gefahr.

Anfängliche Beteuerungen über Bord geworfen

Nachdem die Taliban im August wieder die Macht in Afghanistan übernehmen konnten, versprachen sie, Frauenrechte im Rahmen der Gesetze des Islam zu achten. Zu Beginn der Woche verkündigte die Regierung, dass Frauen auch weiterhin Universitäten besuchen dürften, allerdings nicht gemeinsam mit Männern. Zudem müssten sie eine strenge Kleiderordnung einhalten.

Am Freitag hatten die Taliban demnach offensichtlich auch das Frauenministerium geschlossen. Es sei durch eine Behörde ersetzt worden, die Überwachung der Einhaltung der religiösen Sitten verstärken solle. (kna)

Eine Mädchenschule, erbaut von der Afghanistanhilfe. Der Verein hat seinen Sitz in Schaffhausen. | © zVg
19. September 2021 | 14:18
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